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Fate: Fate

Fate ohne "Mercyful" = Hard Rock?
Wertung: 6/10
Genre: Melodic Hard Rock
Spielzeit: 41:51
Release: 18.05.2007
Label: Steamhammer/SPV

Hank Sherman?! Eine Band namens Fate?! Bei jemanden, der sich zumindest ein wenig mit der Geschichte des Metal auskennt, klingeln da natürlich die Glocken. Und es ist so: DER Hank Sherman, seines Zeichen Gitarrist der legendären Mercyful Fate (hier wurde King Diamond bekannt), gründete diese Band im Jahre 1985. Bei vorliegendem Album handelt es sich um ein Re-Release des Debüts und dieses hat rein gar nichts mit Shermans sonstigem Betätigungsfeld zu tun. Auf diesem Longplayer wird Melodic Rock ganz groß geschrieben.

„Love On The Rox“ zeigt, was der Hörer zu erwarten hat. Schon dieser Track ist sowas von 80er, mehr geht eigentlich gar nicht. Bei so einer Musik habe ich immer das Video von Van Halens „Jump“ im Kopf. Schlechte Frisuren, Klamotten zum abgewöhnen und Musiker, die herumposen, als gäbe es kein Morgen. Was nicht heißen soll, dass ich diese Musik überhaupt nicht mag. Im Gegenteil, Bands wie beispielsweise Europe haben etliche sehr gute Songs in dieser Stilrichtung geschrieben. Warum man nun einen Re-Release von einer unbekannten Band braucht, ist aber wohl nicht nur mir ein Rätsel. Gut gespielt ist die Musik aber schon.

Der zweite Track „Fallen Angel“ klingt unüberhörbar nach den damaligen Bon Jovi, auch wenn das Lied wohl nur als B-Seite einer Single des „Slippery When Wet“ Meilensteins hätte herhalten müssen. Speziell Sänger Jeff Lox Limbo (!) orientierte sich deutlich am guten (damals noch nicht) alten Jon.

Im Prinzip könnte ich jetzt schon aufhören, denn Überraschungen gibt es keine mehr. Es gibt gefällige Radionummern wie das klischeehaft betitelte „(She's Got) The Devil Inside“, ein paar „schnellere“ Nummern wie „Danger Zone“ und dem obligatorischen Keyboard Overkill namens „Won't Stop“. Nur den unverzichtbaren Tränentreiber in Form einer Ballade sucht man vergebens. Ansonsten klingt hier alles wie perfekt durchkonzipiert, denn natürlich hat man auch die typischen schlüpfrigen Texte a la „Backdoor man“ oder „Downtown joy“ nicht vergessen.

Habt ihr GTA Vice City gespielt? Dieses Album klingt wie der Soundtrack davon, allerdings ohne den Wiedererkennungswert der kultigen Songs aus diesem Spiel. Ich habe mich mal schlau gemacht und herausgefunden, dass schon damals kaum einer Interesse an dieser Band hatte. Sicher, ganz nüchtern betrachtet ist „Fate“ kein schlechtes Album für Freunde des AOR oder 80er Hard Rocks, aber es gibt diesen wirklich in besserer Form zu kaufen. Es ist offensichtlich, dass die Band hier versucht hat, auf einen Zug aufzuspringen, um etwas Kohle nebenher zu machen. Ich kann schon verstehen, warum der King sich da lieber solo versuchte und damit zu der Legende wurde, der er heute ist.

Fazit: Nett, aber verzichtbar und wohl nur für Sammler interessant.

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