Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Farewell To Arms: Perceptions

Erwartungsgemäß überzeugend
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal, Death Metal, Metalcore
Spielzeit: 42:04
Release: 26.10.2012
Label: Massacre Records

Lange genug hat es nun gedauert: Bereits vor ziemlich genau zwei Jahren erschien die Debüt-EP “Exhalation” der Bayern Farewell To Arms und sagte nicht zuletzt durch den frischen Metalcore-Mix aus dem Stand 8,5 Punkte ein. Mit knapp 17 Minuten herrschte hier natürlich lange nicht genug Futter für ausgedehnte Hörsessions vor, dafür überzeugte die Scheibe aber derart, dass der Fünfer bei Massacre Records unterschreiben durfte – seit Ende Oktober steht nun endlich die Erstlingslangrille in den Regalen. Namentlich „Perceptions“ getauft, kommt das gute Stück immerhin mit 42 Minuten und einem spannenden Gastauftritt daher: The Sorrow-Fronter Mätze hat sich nämlich auf dem bereits vorab veröffentlichten Song „Rejected“ einquartiert, der mit ordentlich Geschrei und einer schönen klaren Hookline daherkommt.

Die Mischung aus Prog, Thrash, Death und Hardcore macht immer noch ordentlich was her, gestaltet sich aber technisch eine Spur feiner und ausgereifter als auf der Vorgänger-EP. Klar, immerhin sind zwei Jahre ins Land gezogen, wo die Jungs sich nicht nur songschreiberisch, sondern auch als Liveband beweisen und verbessern konnten – zuletzt übrigens mit den erwähnten Kollegen von The Sorrow. Auf „Perceptions“ stehen einige Songs zur Auswahl, denen man deutlich anmerkt, dass die Truppe gereift ist, so klischeehaft das auch klingen mag. Ein nahezu perfektes Beispiel ist „At The Watershed“ – insgesamt braucht man zwar bei der Platte länger als bei „Exhalation“, um sich hineinzuhören, aber gerade dieser Song kracht vor allem in der zweiten Hälfte beim ersten Durchlauf schon ziemlich heftig. Die Instrumentalfraktion knüppelt sich ins Wachkoma, als gäbe es kein Morgen mehr, und Sänger Domme, der auf der EP schon ziemlich beeindrucken konnte, sammelt hier gleich noch einmal eine gute Handvoll Pluspunkte ein. Besonders fett kommen die mehrfach übereinander gelegten Shouts in der Songmitte durch die Boxen – Wahnsinn.

Das eingangs erwähnte „Rejected“ ist natürlich als Singleauskopplung ein bisschen mainstreamiger und massentauglicher ausgefallen als der Rest, allein schon wegen des klaren Gesanges, der auf „Perceptions“ recht rar gesät ist, aber zum Beispiel bei „Losses To The Crown“ ganz gut in den restlichen, recht groovigen Song eingepasst wurde. Das ist auch nicht weiter schlimm – das, was Domme am besten kann, ist nun mal das geisteskranke Geschrei, das schon auf der EP die Boxen erzittern ließ.

Auch das folgende „Scarless“ entpuppt sich nach zwei bis drei Durchläufen als potenzieller Dauerbrenner. Ein bisschen Black-Metal- oder Pagan-Feeling schwingt teils in den Gitarren mit, außerdem wird das Ganze durch die Instrumentalpassagen sehr gut aufgelockert. Der Titeltrack überrascht dann mit einer untypisch langen Gitarreneinleitung und wirkt auf den ersten Blick nicht unbedingt besonders spektakulär, dafür bläst einen der episch angehauchte Refrain aber weg.

Fazit: Man braucht tatsächlich einige konzentrierte Durchläufe, um sich in die neue Farewell To Arms-Scheibe hineinzufinden. Für ein Debütalbum ist „Perceptions“ aber erwartungsgemäß ambitioniert und sowohl technisch, als auch von der Atmosphäre her gelungen. Ein bisschen mehr Gänsehautfeeling könnte noch aufkommen – Songs wie „At The Watershed“ und „Scarless“ sind aber schon Riesenschritte in eine verdammt gute Richtung.

comments powered by Disqus

Drei Tage volle metallische Dröhnung

Engagierte Bands treffen auf verhaltenes Publikum

Es gibt die letzten Infos und die finale Running Order

Eine Tüte gemischte Gefühle für den dritten Festivaltag

Metallischer Freitag auf Zeche Consol

„Ich war die Königin der Nacht!“

"'Runes' ist perfekt für uns."