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Fairytale Abuse: Perversions Of Angel VI

Fast zu schön für Horror Metal
Wertung: 9/10
Genre: Death Metal , Black Metal , Horror Metal
Spielzeit: 52:56
Release: 23.05.2008
Label: Massacre Records

Zu dem Sixpack von Fairytale Abuse sei allen bislang Unwissenden folgendes mit auf den Weg gegeben: Die Jungs stammen aus Dänemark und veröffentlichen mit „Perversions Of Angels VI“ ihr zweites Lebenszeichen in Form einer Full Length-Scheibe, nachdem im Jahre 1998 die Bandgründung vollzogen wurde und die Jungs 2006 ihr Debut namens „The Spirit Tower“ abgeliefert haben.

Mit einer geballten Ladung Pomp geht es los auf die Reise durch die musikalischen Horrorszenarien der Dänen mittels des Songs „When One Bleeds“. Die Keyboards nehmen in den Stücken der Jungs eine nicht unwichtige Stellung ein. Und trotz dieses Hervorstechens geht das Tasteninstrument hier nicht auf die Nerven, sondern erschafft gelungen eine genauso von den Dänen gewollte Stimmung.

Und dementsprechend startet dann auch „The Interdiction Of Obscurity“ mit ebendiesem angesprochenen Instrument. Und auch hier zeigt sich wie schon im Opener, dass Abwechslung ganz schön groß geschrieben wird bei den Dänen. Pfeilschnelle Doublebassparts gehen über in gar epische Momente und lassen keinen Gedanken an Langeweile aufkommen.

Das mächtig episch geratene und aber auch gleichzeitig stellenweise zügig nach vorne gehende “Fall Of The Icon” erinnert mich aufgrund der Keyboards doch enorm an die Landsmänner der Band namens Illnath. Sehr schönes Teil, das in allen Details stimmig ist. Fast ein wenig Richtung Thrash geht´s eingangs von „Vivid The Blood Ill-Natured“. Schön melodisch gehen die Jungs hier zu Werke und auch an den headbangenden Menschen wurde gedacht, da zwischendurch immer wieder wunderbar Abgehparts eingewoben wurden. Als sehr eindrucksvoll sei an dieser Stelle auch mal der Gesang erwähnt. Dieser variiert nämlich von tiefen Growls bis hin zu heiserem Fauchen.

Das relativ hohe Niveau seiner Vorgängersongs kann das folgende „A Phenomenon`s Rage – The Burden“ leider nicht halten. Hier wird das Hauptaugenmerk – wenn auch relativ im Hintergrund hörbar – ein wenig zu sehr auf das Tasteninstrument gelegt. Das Stück gerät unter anderem auch dadurch auch ein bisschen in die Schiene des Belanglosen. Die Klänge eingangs “Troarion For The White Plague” lassen danach aber wieder auf ein neues Hochgefühl hoffen. Dieser Song erschafft mühelos eine richtig furcherregende Stimmung, obwohl die Reise hier nicht in schnellere Regionen geführt wird. Die wunderschönen Keybordklänge in “Lust Murder Theatre” lassen sofort wieder an Illnath denken.

“At The Gates Of Thorns“ macht durch die epischen Momente am Keyboard und das schwerpunktmäßige Verweilen in den Regionen des Midtempo auch wieder so richtig Stimmung – großes Kino. Großes Kino, das in “Curse Of The Black Opus” noch extrem ausgebaut wird: Wir steigen ein in diesen Song mit einem großartigen Keyboardsolo. Einzig schade ist, dass hier kein echtes Piano Verwendung gefunden hat. Aber welch eine Stimmungserzeugung hier vonstatten geht. Und dabei ist dies nur quasi das Intro zu dem Meilenstein „Powers And Signs Of The Lying Wonders“, einem ganz und gar fesselnden Epos.

„Our Glorious Revivification“ beschließt dann das Album – und wie. Allein die Leadmelodie bekommt man sicherlich so schnell nicht wieder aus dem Kopf. Und wie diese dann im Refrain gekoppelt wird mit den Drums, herrlich ist das, einfach herrlich. Ein höchst abwechslungsreiches und absolut empfehlenswertes Stück komplettiert ein vollends sehr gut gelungenes Album.

Dieses Album ist sowohl handwerklich als auch von seiten der Innovation vollends gelungen, gar keine Frage. Dennoch sehe ich innerhalb der Stücke hier und da immer wieder Parallelen zu Illnath. Das liegt doch wohl nicht daran, dass Jan Borsing für die Produktion verantwortlich ist? Der Gute hat nämlich auch bei Illnath an den Reglern gesessen.

Fazit: Die Scheibe mutet für meinen Geschmack fast als zu schön an, als dass dies als Horrorsoundtrack gehandelt wird. So erfrischend, modern und wunderschön anzuhören, ist die Scheibe auf jeden Fall sehr empfehlenswert und sei allen Fans von CoF, Illnath und Konsorten wärmstens ans Herz gelegt.

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