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Fading Colours: Come

Gleichförmiger Darkwave mit wenig Höhepunkten
Wertung: 5/10
Genre: Darkwave
Spielzeit: 88:30
Release: 13.03.2009
Label: Big Blue Records

Fading Colours – der Name steht seit 1991 für Darkwave aus Polen. Seither hat die Band drei Alben veröffentlicht, mit „Come“ liegt nun der vierte Longplayer vor – als Doppel-CD.

Vorweg gesagt: Wenn man sich mit „Come“ befassen möchte, braucht man vor allem eines: Geduld. So präsentieren sich die Songs auf der ersten der beiden CDs, separat betitelt mit „I Had To Come“ recht eintönig und gleichförmig.

Dieser Effekt wird durch die vier auf der CD enthaltenen Instrumentalstücke noch verstärkt: Hier fehlt Sängerin DeCoys Stimme – und damit nicht nur ein Element, das die einzelnen Stücke unterscheidbar macht, sondern ein Element, das die Eintönigkeit in den Beats und elektronisch erzeugten Harmonien ein wenig auflockert.

Als eindeutiges Positivbeispiel eines Liedes der ersten CD lässt sich „Rose“ nennen: Die Besonderheit dieses Songs wird im Booklet auch durch die Band selbst hervorgehoben, der Songtitel ist darin als einziger mit roter Schrift hervorgehoben.

Hier arbeiten Fading Colours nicht nur mit einem ungewöhnlicheren Beat, sondern auch die klare Melodieführung durch das im Vordergrund agierende E-Piano ist klarer und damit auch hervorstechender als in den restlichen Tracks des Albums. DeCoys Gesang ist im Mixing fast gleichberechtigt mit besagtem Instrument, was dem Hörer die freie Wahl lässt, auf welche der beiden Melodien er sich lieber konzentrieren möchte.

Die zweite CD, „Time Of Returning“, startet im Vergleich zur ersten weitaus vielversprechender. Mit einem höheren, ziehenden Tempo steigt der erste Song „Eager Horse“ hier ein – ein gemächliches Aufbauen und dahingleiten wie auf der vorangegangenen CD gibt es hier nicht. „Eager Horse“ paart das hohe Tempo mit einer Sammlung von Harmonien, bei der die Band nichts falsch gemacht hat: Der Gesang wirkt hier eher unterstützend auf die Melodieinstrumente, was in diesem Fall die Klangwelten bereichert.

Die Stärke des Openers kann der Rest der zweiten CD leider nicht aufrecht erhalten: So fällt man danach wieder in den alten Trott zurück – zur Hintergrundbeschallung optimal, aber nichts für das bewusste Hörerlebnis.

Die CD, und damit das gesamte Album, beschließt ein Track, der in seinem Konzept auf „Come“ nur einmal vorkommt. Bei „SaLIEva“ herrscht ein minimalistisches Prinzip: Eingeleitet nur vom Bass, zu dem DeCoys Stimme stößt, werden hier durch Keyboard erzeugte Soundwände vergeblich gesucht. Ab und an kommt ein Männerchor hinzu, ab und an wird eine Keyboard- oder Pianomelodie eingesteuert, im Allgemeinen konzentriert sich der Song aber nur auf die Sängerin, den Bass und das dazukommende Schlagzeug.

Alles in Allem liefern Fading Colours mit „Come“ nur ein durchschnittliches Album ab: Höhepunkte wie „Rose“ und „Eager Horse“ sind extrem selten, der Rest der insgesamt 18 Songs wirkt gleichförmig und unbedeutend. Hier kann die durch die zwei CDs bedingte, relativ lange Spielzeit von 88 Minuten zur Qual werden, wenn man konzentriert zuhört.

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