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Face Your Underground 5

Preisgünstiger, interessanter Sampler
Wertung: 99/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 77:26
Release: 01.09.2007
Label: Rotten To The Core

„Value For Money“ - das bietet die Compilation „Face Your Underground 5“, die aus dem Hause deathmetal.be kommt. Auf die Fahne haben sich die Macher hierbei geschrieben, einen möglichst umfangreichen Querschnitt aus dem belgischen Death Metal – Universum zu präsentieren und so umfasst die CD 20, dem Otto-Normal-Metaller wohl doch eher unbekannte Bands, die hier zeigen wollen, was in ihnen steckt. Und dies für einen unheimlich günstigen Preis von 5€ zzgl. Versandkosten. Dass viele der dargebotenen Stücke dann auch noch richtig gut sind, sollte den Kaufanreiz natürlich noch mehr steigern.

Rezensiert und bewertet werden soll nun jedes einzelne Stück auf „Face Your Underground 5“:

1. Aborted – "The Chondrin Enigma": Die vielleicht bekannteste Band eröffnet den Sampler und lässt es bereits amtlich krachen. Treibende Drums, tolle Riffs, packender Wechselgesang (zwischen tiefem Grunzen und weniger tiefem Fauchen) und ein schmuckes Solo werden Death Metal – Fans (von Melodic Death bis Grind) ansprechen. [9 Punkte / von 10]

2. In-Quest – "Asynchronous Transmission": Fast noch besser gefallen mir In-Quest mit ihrem sphärischen, dezent chaotischen Todesstahl, der Aggressivität und Kreativität bestens vereint. Davon will ich mehr hören! [9,5/10]

3. Prejudice - "Exanimate": Wesentlich grindlastiger und aggressiver gehen dann Prejudice zu Werke. Mir persönlich ist dieses dreiminütige Krachinferno mit ultrafiesen Vocals aber absolut zu viel des Guten und irgendwo auch zu langweilig. [4/10]

4. Suhrim - „Bonesaw“: Viel besser gefällt mir dann das schön old-schoolige „Bonesaw“, das verdammt US – amerikanisch klingt und doch erheblich an Knüppelkonsorten wie Cannibal Corpse und Co. erinnert. Sehr cool sind das mitten im Song platzierte Sample und die starken Gitarren, die sehr passend die Vocals begleiten. Toller Song! [9/10]

5. Welkin - "Loki": „Loki“ gefiel mir bereits bei der von mir verfassten Rezension von Welkins „The_Origin“ aus dem März des letzten Jahres gut. Grooviger, aber gleichsam brachialer Death Metal, der seine Hörer gnadenlos niederstreckt. [7,5/10]

6. Unleash The Fury - "Strike Me Down": Sepultura / Soulfly meets Death Metal. Das ergibt leider einen furchtbaren Langweiler, den wirklich niemand braucht. [3/10]

7. Fatal Recoil - "Malicious": Tollen angethrashten Death Metal bieten Fatal Recoil mit ihrem brutalen Beitrag „Malicious“, der kaum Wünsche offen lässt. Modern, stark produziert und mit einer packenden Intensität gekennzeichnet. [8,5/10]

8. Murder Intentions - "Corpse Explosion": Unmenschlich aggressiver Grind mit unglaublich extremen Gesang, der allerdings schnell langweilt, da man derartigen Grind einfach schon viel zu oft gehört hat. [3/10]

9. Guttural - "Anal Violation": Nicht nur der unheimlich schlechte Songtitel, sondern auch der unheimlich miese Song laden schnell zu skippen ein. Einmal gehört und bitte nie wieder. Besonders furchtbar ist der kaum wahrnehmbare tiefe Gesang. [0/10]

10. Pulverize – "Dominance": Pulverize spielen zwar auch die Art von Grind, die ich nicht unbedingt bevorzuge, aber im direkten Vergleich zu den beiden Vorgängern ist „Dominance“ klar der interessanteste Song dieser drei. Grooviger, abwechslungsreicher, einfach besser. [6,5/10]

11. Pestifer - "Involution Process": Unheimlich brutaler Death Metal, der zwar nicht ganz so spektakulär ist, aber auch dank der seltsamen, dennoch coolen Vocals seine Wirkung entfalten kann. [6/10]

12. Icarian - "Lazy Fairytale": Wer Aborted mag, der wird auch „Lazy Fairytale“ mögen, das aber im Vergleich zu „The Chondrin Enigma“ noch ein wenig grindlastiger wirkt und mich nicht ganz so mitreißt wie der Opener der Compilation. Dennoch gut! [8/10]

13. Apocryph - "Harbinger Of Silence": Mit einer tollen Lead – Gitarre startet „Harbinger Of Silence“, das zwischen brutalem old-school Death Metal (Vocals), Melodic Death Metal und Thrash Metal pendelt. Vielleicht sind die manchmal etwas uninspiriert wirkenden Vocals die einzige Schwachstelle des ansonsten gelungenen Songs. [7,5/10]

14. Mystica - "6 Days To Live": Sehr langsam beginnt dieser Song. Das Riff ist ja am Anfang noch ziemlich gut, nach der x-ten Wiederholung allerdings dann auch ziemlich zäh. Der Song gewinnt an Fahrt, die in meinen Augen schwachen Vocals nehmen aber einiges an Qualität. [5/10]

15. Avoid - "Dark Eyes": Sehr ordentlichen Melodic Death Metal (At The Gates und In Flames lassen grüßen!) hauen uns Avoid um die Ohren. Ein guter Song, dessen Sound aber qualitativ nicht mit einigen der vorhergegangenen Songs mithalten kann. Aber absolut hörenswert! [8/10]

16. Chalice - "We Are Equal": Netter Standard - Death Metal, nicht mehr, nicht weniger. [6/10]

17. Reality - "Human Execution": siehe Chalice! [5,5/10]

18. Self Inflicted – "Propaghandi": Grooviger, brutaler Death Metal, der mich zwar nicht zu tobenden Begeisterungsstürmen hinreißt, den man aber gut und gerne im Hinterkopf behalten darf. [7/10]

19. Predatoria - "Buried Alive": Unterirdischer Sound, mittelmäßiger Song. [4/10]

20. Fungus Inc. - "XXX": Den Abschluss machen dann Fungus Inc. mit „XXX“, was so ganz gefällig und schön groovend aus den Boxen dröhnt, den letzten Biss aber vermissen lässt. [5,5/10]

Fazit: Auch wenn ein paar Songs auf „Face Your Underground 5“ durchfallen, so können die vielen guten bis sehr guten Songs diese Ausfälle deutlich kompensieren. Was bleibt, ist ein preisgünstiger, interessanter Sampler, bei welchem Death Metal – Fanatiker nichts falsch machen.

Ordern kann man die Scheibe unter: forum.deathmetal.be/merch/product.php

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