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Exumer: The Raging Tides

Bisher bestes Album der Kosmopoliten
Wertung: 9/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 35:24
Release: 29.01.2016
Label: Metal Blade

Ist schon ganz praktisch, wenn Exumer-Drummer Matthias (Dipsomania, Crossplane) quasi um die Ecke wohnt und man sich auf allen möglichen Konzerten begegnet. Praktisch deswegen, weil wir durch seinen Einsatz auch schon vorab in das neue und nunmehr vierte Studiolangeisen „The Raging Tides“ hineinhorchen dürfen – Danke dafür auf allen Ebenen.

Auf die wechselvolle Geschichte der Thrasher mit den unzähligen Personalwechseln brauchen wir hier nicht näher einzugehen, interessanter ist da schon eher, dass die Band letztes Jahr beim Headbangers Open Air 2015 zu den Abräumern des ganzen Wochenendes gehörten – inklusive dem größten Moshpit an allen drei Tagen. Schon 2012 hatten die hessischen Amerikaner aus dem Pott mit „Fire & Damnation“ einen fetten Thrashbraten in der Röhre, mit dem neuen Scheibchen legen sie nicht nur nach, sondern gleich noch ein paar Briketts drauf. Skeptisch darf man zwar immer sein, wenn Mem im beiliegenden Schreiben davon spricht, dass man nun einen Höhepunkt erreicht habe, doch dieses Mal muss man dem Giftzwerg einräumen, dass er den Mund nicht zu voll genommen hat.

Und nein, die Innovationsdiskussionsfrage, im Reporterhandbuch auf Seite 35 ganz unten links zu finden, wird hier auch nicht aufgeworfen, denn was Exumer an frechen Riffattacken herausballeren, ist aller Ehren wert und stellt nicht nur den Vorgänger in den Schatten, sondern rüttelt auch derbe am Kultfundament der ersten beiden Platten - versprochen. Dazu kommt ja auch die gemein brutale Produktion, die einfach nur knallt und locker dafür sorgt, dass man dem Thrashgenre noch ein Stückchen mehr verfällt.

Daran haben dann auch die Kosmopoliten ebenfalls einen gehörigen Anteil, denn es ist schon frech, was sie gleich mit dem Opener und Titeltrack „The Raging Tides“ abreißen. Der Track ist kein Ritt auf der Rasierklinge, sondern ein derbe fetter Tritt in die Klöten, den man nicht einfach abschütteln kann, sondern baff nach Luft schnappend ergeben zur Kenntnis nimmt. Und genau da machen Exumer dann auch weiter. Mem, der sich irgendwo auf dem Weg von 2012 nach Dortmund eine fiese Infektion namens „Aggression“ eingefangen haben muss, bellt, kläfft und brüllt besser denn je, die Gitarren braten dir dauerhaft eins über, und wenn man sich, wie in dem mit feinen Soli aufwartenden „Catatonic“, ein wenig über die schleppendere Gangart freuen kann, so wird man schnell wieder mit dem Hyperspeedgeschoss „ Sacred Defence“ aus allen Groove-Träumen gerissen.

Ganz gleich, ob das tödlich riffende „Shadow Walker“, das mit schöner Destruction-Note bastardisierende slayeresk agierende „Death Factory“ oder auch die Exodus-affine Thrashballerei „There Will Always Be Blood“, Exumer haben immer die richtige Antwort, wenn es darum geht, langweiligen Durchschnittsthrash gar nicht erst aufkommen zu lassen. Wer auch im Jahr 2016 noch immer beim Thrash mitreden will, wird ohne eine „The Raging Tides“-Audienz nicht weit kommen.

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