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Exmortus: Slave To The Sword

Ohne Entwicklung
Wertung: 4,5/10
Genre: Heavy Metal / Thrash
Spielzeit: 51:01
Release: 07.02.2014
Label: Prosthetic Records

Dass es nach wie vor nicht ausreicht, ein paar traditionelle Melodien mit einer aggressiveren Stimme zu pimpen, sollte man spätestens nach dem einen oder anderen gescheiterten Gehversuch mancher amerikanischer Newcomer-Bands - man denke nur an Skeletonwitch - verstanden haben. Bei Exmortus scheinen solche Gedanken jedoch noch keinen Einfluss aufs Songwriting genommen zu haben; auch auf der mittlerweile dritten Veröffentlichung des Quartetts gibt es Kitsch in Kombination mit Heavyness und dies ohne jegliches, irgendwie auch nur annähernd beeindruckendes Konzept.

Das Unheil startet schon relativ schnell; Exmortus präsentieren sich als lauer Abklatsch manch finnischer Truppe, versuchen mit aller Gewalt Hochglanzmelodien in rauer Form anzubieten, wollen dabei auch nicht auf die technische Geschichte verzichten und landen am Ende in allerlei Belanglosigkeiten, die sich auch nicht auf einprägsame Parts oder ansprechende Riffs stützen kann. Irgendwo zwischen klassischem Power Metal, Thrash und melodischem Todesblei sucht die Band auch heuer vergebens nach ihrer Bestimmung, dudelt sich dabei hin und wieder mit ewigen Gitarrenduellen ins Jenseits und hat auch in Sachen Songmaterial kaum etwas anzubieten, was ideentechnisch verzücken könnte. Erst zum Abschluss sind mit "Battle-Born" und "Metal Is King" zwei Kompositionen verfügbar, denen man wenigstens attestieren kann, einen stimmigen Gesamtaufbau und eine ansprechende Spannungskurve zu haben. Was jedoch davor geschieht, ist zumeist zweitklassiges Alibi-Geschredder (ganz übel: das instrumentale "Moonlight Sonata (Act 3)) mit aufgesetzter Brachialität und ermüdenden Harmonien - so wie man es eben vor allem im Land der tausend Seen phasenweise ebenso nervig serviert bekommt wie am Pasta-Stiefel.

Immerhin bemühen sich Exmortus darum, ihren Kitsch nicht noch weiter durch Keyboards oder sonstige Schnörkel verwässern zu lassen. Doch der Verzicht auf Nerviges ist nicht gleichbedeutend mit einer Qualitätssteigerung. Aber genau diese wäre dringend notwendig, um die Band einmal in seriösere Bahnen zu lenken. Mit "Slave To The Sword" bleibt man nämlich entwicklungstechnisch erneut auf der Stelle stehen - und diese Stelle ist nicht gerade in den geschätzten Regionen der Heavy-Metal-Landschaft.

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