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Exit Ten: Give Me Infinity

Bodenständiger, harter Rock aus England
Wertung: 9/10
Genre: Rock / Hard Rock / Alternative
Spielzeit: 52:29
Release: 10.10.2011
Label: Deep Burn Records

Drei Jahre ist es her, dass Exit Ten mit einem ersten Album auf sich aufmerksam machten. Jede Menge unglücklicher Umstände sorgten aber dafür, dass die Scheibe nicht wirklich in Umlauf kam. 

Nun starten die Briten den zweiten Anlauf. Mit dem Album „Give Me Infinity“ versuchen sie, den vormaligen Erfolg auszubauen und zu festigen. Und wenn man sich die Songs ansieht, dann ist man geneigt zu sagen, dass dieses Vorhaben funktionieren müsste. Auf „Give Me Infinity“ befinden sich elf hochqualitative Rocknummern, an denen man selbst unter größerer Anstrengung kaum herummeckern kann. 

Schon der Opener „Life“ überzeugt mit jeder Menge Power - die Energie des Songs ist förmlich spürbar. Mit seinem harten Mainriff stampft der Titel beharrlich vorwärts und nimmt dabei keine Rücksicht auf Verluste. 

Exit Ten können aber auch anders. „Suggest A Path“ beispielsweise ist eine komplex konstruierte Soundcollage, die sich aus vielerlei einzelnen Elementen zu einem Ganzen vereint. Die größte Kunst ist hierbei, die einzelnen Bauteile ohne merkliche Übergänge zu fügen, was hier bestens gelungen ist. 

Die Musik lebt auf „Give Me Infinity“ von zweierlei Hauptbestandteilen: Zum einen gibt es da den äußerst kompetenten Frontmann Ryan Redman. Redman fügt sich mit seiner Stimme optimal in die Songkonstruktionen der Band ein und erfüllt die Lieder mit Leben. Dabei ist seine Stimme flexibel; sein weitestgehend cleaner Gesang ist kräftig und voluminös - so muss ein Rocksänger klingen. 

Das zweite, extrem wichtige Element, auf dem die Musik von Exit Ten fußt, sind die Gitarrenriffs. Die Klampfen werden nie langweilig und die Gitarristen verstehen es hervorragend, an den richtigen Stellen je nach Situation mehr oder weniger Dampf zu geben. Dazu gibt es dann noch anständige Rockdrums und der Schuh passt. Ein augenscheinlich simples Konzept, das immer noch funktioniert. So einfach ist dieses Konzept aber gar nicht.

Soundtechnisch darf man auch nicht meckern, der Scheibe wurde ein klarer, druckvoller Klang verpasst, der zwar ein wenig zu stark an amerikanische Rockproduktionen angelehnt ist, dafür aber ordentlich knallt. Der Bassdrum hätte man etwas mehr Bums geben können, aber das sind Kleinigkeiten. 

Die Gruppe hat ein Album verfasst, dem es an nichts fehlt. Es gibt eingängige, nicht zu einfache Songs, jede Menge fette Gitarrenriffs, einen guten Sound, der nach der Freiheit der Route 66 klingt und immer wieder Lust auf mehr macht. Exit Ten schreiben anspruchsvolle Songs, die als Ohrwürmer getarnt sind. Dabei verschanzt man sich aber nicht nur in einem Genre, sondern es werden auch immer wieder Exkursionen in die benachbarten Regionen unternommen. Elemente aus dem Heavy Metal sowie dem Alternativesektor sind Beweise für diese Umtriebigkeit. Genau auch wegen dieser Freiheiten, die man sich gönnt, kann die Band überzeugen und sich ein wenig von der Konkurrenz abheben. 

Freunde von Bands wie Corrosion Of ConformityNickelback oder auch den Foo Fighters können getrost zugreifen. Die Scheibe ist ihr Geld wert. 

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