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Exilia: Nobody Excluded

Ein gutes, abwechslungsreiches Album
Wertung: 8/10
Genre: Nu Metal, Crossover
Spielzeit: 0:0
Release: 21.07.2006
Label: GUN Records Musikproduktions GmbH

Die Italiener von Exilia sind schon lange keine Unbekannten mehr. Mit ihrem druckvollen, aber auch facettenreichen Nu Metal sorgten sie als Support von Bands, wie z.B. HIM, In Extremo, Therapy?, Guano Apes oder Rammstein für Aufsehen, was dazu führte, dass es ihr Zweitwerk "Unleashed" bis in die Top 40 der deutschen Albumcharts schaffte. Mit ihrem neuen Album "Nobody Excluded" wollen sie nun an diese Erfolge anknüpfen und die Zeichen hierfür stehen mehr als gut!

“Nobody Excluded” zeigt die Band deutlich weiterentwickelt, obwohl sie ihrem Stil dennoch treu bleiben. Im Vordergrund steht weiterhin Mashas unkonventioneller und kraftvoller Gesang, wobei sich Neueinsteiger bei diesem vielleicht eine Anlaufzeit benötigen, denn diese Frau hat es wirklich drauf und ist eine waschechte Rockröhre. Trotzdem weiß sie genau, wie auch mit sanfteren Gesangsmelodien umzugehen ist. Im Hintergrund sorgen moderne Metal- und Rockelemente für die nötige Unterstützung der Vocals. Man hat allerdings das Gefühl, dass die Band mittlerweile besser weiß, wie sie dieses vielversprechende Grundgerüst bei den Songs einzusetzen ist. Die Songs auf “Nobody Excluded” zeugen jedenfalls von einer deutlich höheren Qualität, als die des Vorgängers, auch wenn dieser auf keinen Fall schlecht oder schwach war.

Ein perfektes Beispiel hierfür ist schon der kraftvolle Opener “Kill Me”, dessen Refrain von Wut und Verzweiflung nur so strotzt. Dennoch halte ich das nachfolgende “Nobody” für noch stärker, da es noch um einiges einprägsamer ist und im Refrain richtig explodiert, was hauptsächlich an den treibenden Drums von Neu-Schlagzeuger Ale liegen dürfte. Etwas ruhiger geht es dann bei “No Colours” zu, bei dem die Band zeigt, was sie so abwechslungsreich macht. Masha singt weniger aggressiv, sondern eher gefühlsbetont und auch die kleineren Orchestrierungen wissen zu gefallen. Das ordentliche “Destroy My Eyes”, knüpft dann aber wieder an die beiden Eröffnungssongs an, auch wenn er nicht ganz mit diesen mithalten kann, da der Chorus aufgrund mehrfacher Wiederholungen etwas überreizt wirkt. Nun gibt es mit “Fly High Butterfly” und “Your Rain” einen ruhigeren Block, der meiner Meinung nach aber die stärksten Songs des Albums beinhaltet. Vor allem das vom akustischen Gitarren getragene “Your Rain” ist eine wunderschöne Ballade mit genialen Melodien. Das war’s dann auch schon mit sanfteren Tönen und Exilia beginnen mit weiterhin durchgängig guten Songs, wie “In A Coma” oder “Speed Of Light”, wieder zu rocken.

Auch wenn manche Crossover-Parts auf dem Album doch starke Erinnerungen an die Guano Apes wecken, darf man zu keinem Zeitpunkt abstreiten, dass Exilia nicht ambitioniert und zielstrebig zu Werke gehen. Und genau deshalb wirkt die Band auch so unglaublich frisch und unbelastet.

Fazit: “Nobody Excluded” ist ein gutes, abwechslungsreiches Album geworden, dass sich Fans von modernem Rock und Metal ruhig auf ihre Einkaufslisten schreiben können. Viel falsch machen kann man mit dieser Platte nicht.

P.S.: Zur genauen Spielzeit von “Nobody Excluded” kann ich leider keine Angaben geben. Als Promo hatte ich neben einer editierten Version des Albums auf CD, noch eine Audiokassette mit dem kompletten Album. So ist es natürlich nicht möglich zu sagen, wie lang die CD nun wirklich ist. Die doch deutlich editierten Songs kamen jedenfalls auf eine Spielzeit von 27:17.

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