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Exilia: My Own Army

Kraftvoll und melodisch
Wertung: 8/10
Genre: Alternative Metal
Spielzeit: 46:07
Release: 20.02.2009
Label: AFM Records

Drei Jahre nach ihrem letzten Album “Nobody Excluded“ melden sich Exilia zurück: Dieses Mal haben sie gleich eine ganze Armee im Gepäck. Mit „My Own Army“ präsentieren die Italiener ihr viertes Album innerhalb von elf Jahren Bandgeschichte – unverändert, vor allem was die Kraft in der Stimme von Sängerin Masha angeht.

Eben diese Kraft – oft schon an Gewalt grenzend – spiegelte sich schon immer in den Songs der Band wieder. Dies ist allerdings nicht nur positiv besetzt: Wenn Exilia losballern, dann haut es richtig rein. Allerdings trifft es meistens die selbe Kerbe.

Auch bei „My Own Army“ liegt die Befürchtung der Eintönigkeit in der Luft, und wird in den ersten Tracks der CD auch bestätigt: Klar strukturiertes, bretterndes Riffing, unkomplizierte, treibende Schlagzeugbeats, konstant hoher Dezibelpegel und, über allem, Masha, ihrer Stimme zum Teil alles an Macht abverlangend. All dies erwartet den Hörer, teils versteckt hinter längeren Intros, bei den ersten vier Songs des Albums.

Doch Exilia können auch anders, wie sie im weiteren Verlauf eindrucksvoll beweisen: „Across The Sky“ wartet mit einem erhöhten Melodie-Anteil und einer an sich ruhigeren Songstruktur auf. Es handelt sich um einen langsamer gehaltenen Song, bei dem es schon fast gewöhnungsbedürftig ist, einmal nicht geschriene Vocals zu hören.
Die Krone der melodischen Seite von Exilia repräsentiert hierbei der Song „Far From The Dark“, dessen erstes Drittel nur mit Klavier und Mashas Gesang – Gesang hier im wörtlichen Sinne – gespielt wird, sowie der Titeltrack „My Own Army“. Letzterer bietet Gelegenheit zur Entspannung, da er größtenteils unverzerrt gehalten ist und auch der verzerrte Schlussteil nicht gerade verstörend wirkt.

Eine Sonderstellung innerhalb des Albums nimmt die Coverversion von Phil Collins’ „In The Air Tonight“ ein: Hier ist das Riffing, vor allem in den Strophen, um einiges diffuser und verschwommener als bei den restlichen Songs der CD. Dies ergibt einen sehr rauchigen Effekt, der dem Original gerecht wird – es aber nicht einfach so kopiert, sondern auch Exilias eigene Note mit einwebt. 

Alles in allem ist „My Own Army“ ein gelungenes Album, auf dem Exilia zeigen, dass sie nicht nur das können, wofür sie bekannt sind: Reinhauen. Auch ihre melodische Seite kommt hier – zwar mit einiger Verspätung, aber trotzdem – zur Geltung, bei der Masha beweist, dass sie durchaus auch zu „normalem“ Gesang fähig ist. Für Fans von klar strukturiertem Alternative Metal sehr zu empfehlen.

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