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Exciter: Thrash, Speed Burn

Der Albumname ist Programm!
Wertung: 8/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 45:42
Release: 22.02.2008
Label: Massacre Records

Die vergangenen Jahre im Exciter-Camp glichen eher einem Survival-Training als einer kreativen Schöpfungspause. Das kanadische Urgestein musste sich mit ständigem Querelen auf dem Sängerposten herumschlagen, existierte plötzlich nicht mehr, dann mit einem Mal doch wieder und schaffte es mit wachsender Frustration, das Interesse von der Band komplett abzuwenden. Dass nun, ganze acht Jahre nach „Blood Of Tyrants“ dennoch ein neues Studioalbum realisiert wurde, ist daher auch eine riesige Überraschung, der man erst nach auditiver Sichtung des Materials Glauben schenken wollte.

Unter dem verheißungsvollen Titel „Thrash Speed Burn“ erfolgt nun die endgültige Rückkehr der 80er-Heroen. Die Frage nach dem Mann hinterm Mikro ist mittlerweile auch endlich geklärt. Der relativ unbekannte Kenny Winter hat den Posten eingenommen und sich an die Seite von Altmeister John Ricci gestellt, dem anscheinend immer noch nicht die Ideen zu neuen Speed-Metal-Geniestreichen ausgegangen sind. Schon in den ersten Minuten der neuen Platte macht der Saitenhexer deutlich, dass in ihm immer noch das Blut des Old-School-Thrashers fließt. Blitzschnelle Stakkatos in „Massacre Mountain“, „Kille’Em All“-Querverweise im darauf folgenden Titelsong und brachiale Sägen im finster-doomigen „Crucifixion“ suggerieren alles andere als Abnutzungserscheinungen, wohingegen die Leads in Songs wie „The Punisher“ ebenfalls auf Klassiker-Format festgehalten wurden.

Leider hält die Begeisterung aber nicht über den Verlauf der gesamten Scheibe an, da sich zum Ende hin mit Reduzierung des Tempos auch ein, zwei minder überzeugendere Nummern eingeschlichen haben. „Evil Omen“ beispielsweise könnte ein bisschen mehr Aggression und Inbrunst vertragen, wohingegen „Hangman“ sich aufgrund des Mangels an markanten Passagen kaum gegen die Granatenschläge zu Beginn behaupten weiß. Wenn man aber berücksichtigt, dass die Erwartungen wegen der bandinternen Achterbahnfahrt eher gering angesetzt wurden, gehen derlei vermeintliche Durchschnittsnummern schon in Ordnung.

Fazit: Andererseits ist „Thrash Speed Burn“ eben deswegen kein zweites „Blood Of Tyrants“ und schon gar nicht auf dem Level des grandiosen „The Dark Command“. Doch auch dies ist nicht weiter schlimm. Viel wichtiger ist nämlich die Erkenntnis, dass die Kanadier auch nach den ständigen Besetzungswechseln und einer knappen Dekade Release-Pause immer noch imstande sind, richtig fetter 80’s-Thrash-Kost zu servieren – so geschehen in weiten Teilen des neuen Albums „Thrash Speed Burn“!

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