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Evocation: Dead Calm Chaos

DAS Album für Old School-Fans
Wertung: 8.5/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 44:15
Release: 31.10.2008
Label: Cycone Empire

Der klassische 90er-Jahre-Death Metal, den diese Schweden fabrizieren, hätte die Band vor zehn Jahren zu den wirklich ganz, ganz Großen gemacht. Heute ist der „gute alte“ Death Metal dieser Art eher selten, wodurch die Band natürlich ebenfalls einen besonderen Status erhält und auch so die Chance hat, mehr CDs an den Retro-liebenden (Death)- Metaller zu bringen.

Mir persönlich wäre es lieber gewesen, die Band wäre schon in den 90ern entdeckt worden; gegründet wurde sie schließlich bereits 1991. Trotzdem gibt es erst zwei reguläre Alben und eine EP aus dem Jahre 2004. Wäre sie damals bereits bekannt geworden, dann könnte man heute bestimmt das ein oder andere Evocation-Album mehr im Regel stehen haben. Schade, man muss sich also mit dem aktuellen Stoff begnügen, der dafür aber auch ordentlich lospowert:

Der instrumentale Opener „In The Reign Of Chaos“ beginnt relativ ruhig, ganz im Gegensatz zu „Angel Of Torment“, für das man sich den At The Gates-Mann Anders Björler ins Boot geholt hat. Evocation schaffen es mit diesem Song wieder hart und klassisch nach Old School zu klingen, ohne dabei alt und farblos rüberzukommen – so kann man im Hintergrund bei genauem Hinhören Glockenläuten vernehmen, das so dezent eingesetzt ist, dass man es beim normalen Hören kaum wahrnimmt. Ein toller atmosphärischer Effekt wird dadurch aber dennoch erreicht.

Einzig und allein das Drumming überzeugt mich nicht vollends, da hier zu oft (wenn auch manchmal nur ansatzweise) geblastet wird; einige Variationen mehr wären doch schöner gewesen. Gerade bei dem Song „Razored To The Bone“, für den man übrigens ebenfalls A. Björler angeheuert hatte, fällt dies besonders auf.

„Dead Calm Chaos“ ist irgendwie nicht der passende Name für dieses Album. Evocation zeigen eindeutig, dass Old School-Death nicht tot („Dead“) ist, ruhig („Calm“) ist er schon lange nicht und chaotisch („Chaos“) kann man die Spielweise der Schweden erst recht nicht nennen. Das zweite Full-Length der Band knüpft an den Erfolg der ersten Langrille an und liefert wieder ein Mal astreinen 90er-Death. Doch auch wenn dies ein noch so tolles Album geworden ist, fairerweise muss gesagt werden, dass es für meinen Geschmack dieses Jahr noch bessere Death Metal-Alben gab – diese waren dann jedoch weniger Old School. Fans der alten Schule kommen hier also garantiert auf ihre Kosten!

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