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Evocation: Apocalyptic

...überzeugen in Sachen Death Metal mit Details und Sinn
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 39:30
Release: 29.10.2010
Label: Cyclone Empire

ZweiJahre sind vergangen, seitdem Evocation ihr letztes Album herausgebracht haben. Nun sind die Schweden wieder mit einer frischen Scheibe auf dem Markt und versorgen uns mit gekonntem schwedischen Death Metal. Erfahrung haben die Jungs allemal, was nicht nur ihr Gründungsjahr (1991), sondern auch deutlich ihre Musik zu verstehen gibt.

Das Album „Apocalyptic“ präsentiert einen Death Metal, der derb und kraftvoll ist, aber gleichzeitig auch klare Songstrukturen erkennen lässt. Evocation bedienen sich zudem durchgehend kreativer Melodien, die leicht nachzuvollziehen und dadurch sehr eingängig sind. Die Aufgabe, diese Melodien umzusetzen übernehmen die E-Gitarren. Diese werden in einer tiefen Tonlage gespielt und gleichen sich damit dem Bass an. Dadurch entsteht eine tiefe Grundstimmung, die perfekt der Atmosphäre des Death Metals Ausdruck verleiht. Die Melodien sind dynamisch und abwechslungsreich und werden durch eine genauso dynamische wie auch klare Spielweise umgesetzt. Abweichungen dieser kraftvollen Düsternis gibt es bei den eingefügten Gitarren-Soli wie beispielsweise in dem Song „We Are Unified Insane“ oder „It Is All Your Fault“. Die Tonabfolgen sind hier im höheren Bereich angesiedelt. Die klare Melodie wird mit nachklingenden Tönen genussvoll ausgespielt und hebt sich zudem durch das verlangsamte Tempo von dem Rest des Songs ab.

Die schnelle Rhythmik von Evocation geht dabei aber nicht verloren. Dafür sorgt Schlagzeuger Janne K. Bodén, der auf dem gesamten Album ein wirklich dynamisches Drumming vom Stapel lässt. Schnelle Rhythmen kombiniert er scheinbar leichtfüßig mit Drang zur Abwechslung und vergisst dabei nicht eine Sekunde die Liebe zum Detail. Dadurch kreiert er eine unglaubliche Dynamik, die der gesamten Stimmung des Albums deutlich zu Gute kommt. Auch eine dezente Double-Bass ist in Liedern wie zum Beispiel „We Are Unified Insane“ auszumachen, die gerade durch ihren vorsichtigen Einsatz eine besondere Wirkung hat. Double-Bass, die durch ihre Durchgängigkeit genauso wie ihre Hirnlosigkeit glänzen, sucht man bei Evocation zum Glück vergebens. Bei dieser Band wird deutlich, dass sie einen sehr bewussten Umgang mit Stilmitteln pflegt. Alle Kunstgriffe wirken genau platziert und aufeinander abgestimmt, werden aber locker dargeboten, so dass diese genaue Planung sich nicht in einer verkrampft wirkenden Musik äußert. Dadurch kreieren die Schweden eine in sich sehr stimmige Atmosphäre.

Zu der mitreißenden Musik kommen die Vocals von Sänger Thomas Josefsson. Er bedient sich dabei eines relativ hellen Growlings, welches manchmal in dunkles Keifen übergeht. Diese Stimme gibt „Apocalyptic“ durch den verwendeten Stil eine leichte Tendenz in die Black-Metal-Richtung, entstellt den urtümlichen Death Metal von Evocation aber nicht, so dass die Zuordnung zum Genre immer noch deutlich und eindeutig gerechtfertigt ist. Der Gesang ist sehr kraftvoll und verleiht der Musik zusätzlich eine ausdrucksstarke Note. 

„Apocalyptic“ ist ein gelungenes Album aus dem Death-Metal-Bereich, welches den Erfolg der Vorgängeralben würdig weiterführt. Gerade die Liebe zum Detail und der klare Ausdruck in der Musik macht dieses Album zu einem Hinhörer. Auch die Art von Evocation, eine recht reine Form des Death Metals zu spielen, sorgt für viel Hörspaß, insbesondere bei Genre-Anhängern. Über die Dauer des Albums hinweg fällt aber auf, dass die Lieder untereinander sich sehr ähneln, was zu einer gewissen Minderung den Hörgenusses führt. Nichtsdestotrotz sollte man sich diese Schweden einmal zu Gemüte führen, denn sie haben einiges zu bieten. 

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