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Evil Invaders: Evil Invaders

Frech, frisch, auf dem Punkt
Wertung: 8,5/10
Genre: Speed Metal
Spielzeit: 27:02
Release: 01.02.2013
Label: Empire Records

Bei dem ganzen Skandinavien-Wahn, der Jagd nach der Undergroundperle von irgendeinem unberührten Fleckchen Erde in der Metallerlandschaft oder einfach nur bei dem Hinterherhecheln nach dem nächsten Hype geht einfach schon mal der Blick gen Belgien unter. Evil Invaders haben sicherlich nicht im Sinn, dass gleich alle Metalheads wie verrückt nach Ostbelgien pilgern, doch die selbstbetitelte Debüt-EP dürfte gerade in Old-School-Reihen dafür sorgen, den Blick wieder nach Westen zu richten, denn was da frisch und unverbraucht trotz der 80er Jahre Reminiszenzen über die Landesgrenzen hinwegschwappt, hinterlässt schon mit der Debüt-EP ordentlich Eindruck.

Unter der großen Rubrik „Speed Metal“ reihen sich die Belgier ein und zünden ein Rifffeuerwerk, welches locker allen Vergleichen gleichgearteter Bands standhalten kann. Da macht es nichts aus, dass der geneigte Luftgitarrenspieler beim Intro zu „Victim Of Sacrifice“ doch fast auf die falsche Fährte gelockt wird, sind doch die Metallica-ähnlichen Sequenzen nicht zu überhören. Aber dann hören auch schon die Vergleiche mit dieser damals noch vorbildlichen Band auf, denn schon schnell wandelt sich der Track in High-Speed-Geballer auf maidenesken Spuren.

Bei alle diesen Versatzstücken aus der vergangenen, aufgefrischten Zeit ist es natürlich auch wenig verwunderlich, dass sich das Quartett reichlich verquerte Pseudonyme zugelegt hat, was aber z.B. im Falle von Fronter Jöe Anus bei seiner high pitched-Gesangsleistung locker in den Hintergrund tritt. Lediglich bei „Tortured By The Beast“ treibt er es ein wenig zu sehr auf die Spitze, dabei ist sein Gesang doch so schon arg gewöhnungsbedürftig.

Musikalisch lassen Evil Invaders mal so gar nichts anbrennen, auch wenn wie beim Titeltrack „Evil Invaders“ die Nähe zu frühen Iron Maiden einmal mehr nicht geleugnet werden kann. Bereits im ruhigen Mittelteil bei „Driving Fast“, aber auch schon in den Mainriffs schimmert mehr als deutlich das eiserne Jungfrauenerbe durch. Mit „Speed Invasion“ leisten sie sich sogar einen instrumentalen Track, der sich aber wunderbar in das Gesamtkonzept einfügt und mit einigen leichten Drumspirenzchen aufwarten kann.

Fans von Iron Kobra, Enforcer und ähnlichen Bands und Old-School-MetallerInnen sowieso dürften sich die Finger nach dem schmackhaften „Evil Invaders“-Aufguss lecken. Klar, hier wird - wie auch - Innovation nicht gerade groß geschrieben. Doch das Gebotene dringt derart frisch aus der Boxenmembran, dass man nur schwer zwischen Luftgitarre und Headbangen wählen kann. Frech, frisch, auf dem Punkt sitzende Soli – mehr braucht es nicht, um den 80er Sound auch anno 2013 authentisch herüberzubringen. Chapeau.

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