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Evil Cinderella: Dangerous Inside

Aushängeschild aus dem Bergischen Land
Wertung: 8/10
Genre: Hard Rock/Heavy Metal
Spielzeit: 23:29
Release: 19.11.2016
Label: Eigenproduktion

Erstaunlich, was sich da in den letzten Jahren im Bergischen Land so gemausert hat. Die aus Wuppertal kommenden Evil Cinderella warten dieser Tage mit ihrer zweiten EP auf und haben neben einer ausgelassenen Release-Show auch noch eine handvoll hochklassiger, metallisierter Hard-Rock-Tracks zusammen gebastelt. Erstaunlich ist da auch weiterhin, dass sie seit ihrer Gründung 2011 nicht wie so viele andere Bands in ihrer Frühphase ständig neue Mitglieder einbauen mussten, vielleicht ein Hinweis darauf, dass sich da stetig eine ernst zu nehmende Konstante entwickelt, die auch schon locker an internationale Pforten bei Support-Shows für unter anderem Praying Mantis oder Pretty Maids anklopfen konnte.

Gleich eines vorweg: Produktionstechnisch gibt es aber auch wirklich nichts zu meckern, die ganze Chose knallt gut ausgewogen, ist nicht mit Effekten überfrachtet, der Spirit des achtziger Rocks wird gut eingefangen und prima ins heute gebeamt. Schon allein der knackig melodische Opener „Eagle Eye“ weiß mit seinen griffigen Hooks zu überzeugen, erinnern Evil Cinderella dabei immer wieder an Truppen wie Gotthard & Co. und könnten auch das Erbe der verblichenen Vanderbuyst antreten.

Großer Pluspunkt dürfte neben der ordentlichen Instrumentalarbeit vor allem Frontmann Henrik sein, der durchweg als früh gereift und überzeugend mit ausdrucksstarkem Gesang der EP seinen Stempel aufdrückt, dabei aber nicht wie in Übervater agiert, sondern sich songdienlich einbindet. Im Titeltrack „Dangerous Inside“ hat man zwar kurz den Eindruck, dass er etwas überdreht, und auch der Beginn von „Without A Chance To Fight“ könnte eine Spur mehr Emotionalität vertragen, dafür entschädigt hier im halbballadesken Song einmal mehr der eingängig kraftvolle Refrain – Hut ab, das hat man den Jungs so nicht zugetraut. Mit mehr als sechs Minuten zaubern die Wuppertaler am Ende in „Pretend You Died“, wuchten mit schwer hardrockigen Riffs, abwechslungsreichem Gesang und einmal mehr mit einem Refrain, der das Tor zum großen Rockzirkus aufstoßen kann.

Obacht, da wächst was Großes in Wuppertal heran – Evil Cindrella haben deutlich mehr drauf als nur als eine lokale Randnotiz im Haifischbusiness zu werden. „Dangerous Inside“ kann man da wörtlich nehmen, die Infektionsgefahr ist hoch und ganz sicher wird der kleine Silberling so schnell nicht mehr den Player verlassen (können).

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