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Everrain: Head Under Water

Klasse Album mit starken Songs
Wertung: 8.5/10
Genre: Grunge/Alternative Rock
Spielzeit: 38:41
Release: 23.09.2011
Label: EMG

Grundlegend neues ist von Everrain auf den ersten Blick nicht zu erwarten. Der Musikstil wird als Grunge/Alternative Rock angegeben, was schon mal recht olle Kamellen sind. Das Cover ist eher nichtssagend und lässt jeden HiFi-Fan um den versenkten Kopfhörer trauern. Grunge Rock starb grundlegend mit Kurt Cobain und die Alternative-Szene agiert auch eher im Untergrund, wenn dort auch recht aktiv. 

Die ersten Überlegungen lassen also nichts Gutes verheißen. Wenn man die Scheibe jetzt wieder ins Regal zurücklegt, dann begeht man aber einen Fehler. Auf „Head Under Water“ befinden sich nämlich zwölf frische Tracks, denen nichts vom verstaubten, alten Grunge aus den Neunzigern anhaftet. Die Songs sind innovativ, stellenweise etwas befremdlich, aber melodisch und mitreißend. So viel zu Theorie.

In der Praxis sieht das folgendermaßen aus: Die Gitarristen Daniel Köhler (der auch der Frontsänger ist) und Ferenc Nedeki treffen mit fetzenden Riffs immer wieder voll den Nerv und geben den Stücken damit immer wieder den nötigen Drive. Basser Matthias Mihanovic unterlegt die treibenden Melodien mit kräftigen Basslinien, die noch einiges an Druck addieren. Natürlich darf man hier Schlagzeuger Mirko Schims nicht vergessen, der mit seinen Beats den Takt angibt. 

Die Musik von Everrain kann in mehrfacher Hinsicht als recht minimalistisch beschrieben werden. Der Drummer lässt sich selten zu Spielereien hinreißen, die den Spielfluss beeinträchtigen würden und auch die Gitarrenriffs werden recht akkurat und ohne überzogene Spielereien dargeboten. Das minimiert die Musik des Quartetts auf das nötige und essentielle. Hier entpuppt sich auch die größte Besonderheit der Musik von Everrain. Statt alles zu überlagern wird sich einfach auf das Wesentliche konzentriert und dieses dafür anständig ausgearbeitet.

Besonders empfehlenswert sind die Songs „Head Under Water“, „Beautiful Lightning“, „Universities“ und der letzte Titel der Scheibe, „Void“. Während der erste Titel der Scheibe sehr kraftvoll und fast schon metallisch daherkommt, eingepackt in ein fettes Riff und nach vorne getrieben von der kräftigen und ausdrucksstarken Stimme von Frontmann Daniel, gibt sich das Nachfolgerstück etwas subtiler. Die Gitarren klingen sehr melancholisch und auch der Gesang drückt eine gewisse Zerrissenheit, etwas Unbestimmbares aus. Eine starke Rocknummer ist der Titel „Universities“, der nicht nur mit einer gelungenen Hookline glänzt, sondern auch noch mit einer weiblichen Zweitstimme aufwartet, die leider aber etwas zu weit in den Hintergrund gelegt wurde. Trotzdem ist der Titel ein weiteres Highlight auf dem Rundling. Stark aus der Rolle fällt das abschließende Stück, „Void“. Auch hier wird wieder zweistimmig gearbeitet. Schade, dass die Dame, die der Band ihre Stimme leiht, nicht namentlich erwähnt wird. Die beiden Stimmen ergeben gemeinsam ein sehr harmonisches und ausgewogenes Bild. Der Song ist sehr emotional und erdig ehrlich. Ein würdiger Abgang für eine gelungene Scheibe.  

Alle, die auf neue, harte Rockmusik stehen und ein wenig einen offenen Horizont haben dürften auf die Musik von Everrain stehen. Sie klingt fest verwurzelt, natürlich und sehr intensiv. Es handelt sich hier definitiv um ein gutes Album einer talentierten Band, das wirklich zu empfehlen ist. 

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