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Everlast: Whitey Ford Sings The Blues

Schöne Crossoverplatte
Wertung: 7,5/10
Genre: Rock, Country, Rap, Singer/Songwriter
Spielzeit: 54:59
Release: 08.09.1998
Label: Tommy Boy Entertainment/Warner Bros. Entertainment

Manche Menschen haben einen nicht unterdrückbaren Zwang nach Vollständigkeit. Nachdem es schon die aktuelle Akustikscheibe „The Life Acoustic“ und das vorangegangene Album „Songs Of The Ungrateful Living“ auf unsere Seite geschafft haben, folgen jetzt auch die ersten Scheiben von Everlast. Gestartet wird hierbei mit dem Zweitling „Whitey Ford Sings The Blues“ – das Debüt aus dem Jahr 1990, „Forever Everlasting“, befindet sich leider noch nicht im Besitz der Schreiberin dieser Zeilen, wird die Sammlung aber mit Sicherheit bald vervollständigen und dann auch in Review-Form nachgereicht.

„Whitey Ford Sings The Blues“ brauchte ganze acht Jahre, um veröffentlicht zu werden, was unter anderem daran lag, dass Everlast nach dem Release seiner ersten Scheibe und pünktlich nach den Aufnahmen zu „Whitey Ford…“ einen Herzinfarkt erlitt. Zusätzlich trennte sich der damalige Rapper und Songwriter von seiner Hip-Hop-Truppe House Of Pain. Grund genug, erst mal den Ball flachzuhalten.

Wenn man Ende der Neunziger aufmerksam das Musikfernsehen verfolgte, das seinen Namen damals noch zu recht trug, kam man nicht umhin, der beiden Singleauskopplungen ansichtig zu werden – namentlich „Ends“ und „What It’s Like“, beides recht düstere Tracks zwischen Rap, Rock und Country und beide fraglos Highlights der Scheibe. Auch heute noch bekommt man beim Akustikgitarrenintro von „What It’s Like“ eine fette Gänsehaut.

Bei „Get Down“ halten dann Scratches Einzug, die sich super ins Gesamtbild einfügen, während „Hot To Death“ dann mit deftigem Bass und Crossover-Charakter daherkommt. Dass der Mann schon damals kaum befriedigend in Schubladen zu stecken war, dürfte hiermit klar sein.

Bei „Today (Watch Me Shine)“ gibt seine Akustikgitarre den Ton an, der auch auf den kommenden Alben bis heute vorherrschend sein wird und den der Sänger so ziemlich am besten beherrscht. Vergleicht man den Track mit neuerem Material, zeigt sich aber ganz klar, wie wenig Übung im Gesang Everlast damals noch hatte – ein bisschen kratzig klingt der Gute, nichtsdestoweniger ein klasse Song. Hier versucht der Ami sich nicht ohne Erfolg auch als menschliche Beatbox und wird bei den Vocals durch Bronx Style Bob unterstützt.

„Funky Beat“ hält dann so ziemlich, was es verspricht – mit kollegialer Unterstützung gibt es hier spaßigen Hip Hop auf die Ohren, der gut gemacht ist und sympathisch rüberkommt. Mit „Next Man“ hat es dann noch ein Bonus Track auf die CD geschafft, der mit putzigen Samples und trockenen Raps überzeugen kann.

Wer den Backkatalog des Musikers kennt, weiß, dass es noch wesentlich besser geht – wer auf entspannten Hip-Hop und/ oder ehrliche Rockmusik steht, kann hier das ein oder andere Perlchen entdecken.

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