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Everlast: Love, War And The Ghost Of Whitey Ford

Es geht nicht besser
Wertung: 10/10
Genre: Rock, Country, Rap, Singer/Songwriter
Spielzeit: 62:36
Release: 23.09.2008
Label: Martyr Inc.

Wer wie die Schreiberin dieser Zeilen völlig verschossen in das “White Trash Beautiful”-Album von Everlast war, der wird das Release der kommenden Scheibe im Jahr 2008 mit einer Mischung aus Vorfreude und bangen Vorahnungen erwartet haben. Besser als auf dem Vorgänger konnte der Mann es ja eigentlich nicht machen – da half auch die im Vorfeld herausgegebene üppige Tracklist mit 19 Songs erst mal nicht viel.

Tatsächlich ist die Platte bisher wahrscheinlich die am seltensten gehörte Everlast-Scheibe meiner Sammlung – und das eigentlich völlig zu Unrecht! Zwar gibt es hier deutlich weniger Ohrwürmer als auf der vorherigen CD, dafür aber eine Fülle an Songs, die sich erst beim dritten oder vierten Hören einnisten und dann zu geliebten Begleitern in allen Lebenslagen werden.

Im Vorfeld wurde ein Stück ausgekoppelt, auf das man so oder ähnlich eigentlich schon eine Weile gewartet hatte: Mit „Folsom Prison Blues“ huldigt Everlast nämlich endlich einer seinen größeren Inspirationen, Johnny Cash. Obwohl der Track mit Samples unterlegt ist (unter anderem von seinen Kumpels Cypress Hill und deren wahrscheinlich bekanntesten Track „Insane In The Brain“ entliehen), funktioniert die ganze Sache erstaunlich gut und bringt ordentlich Dynamik ins Haus.

Gleich im Anschluss steht mit „Stone In My Hand“ einer der besten Everlast-Songs überhaupt auf der Liste. Auch in der Akustikversion kann das Stück voll überzeugen, aber an sich macht gerade der treibende Beat den Track aus. Auf der etwas aggressiveren Schiene schlägt dann „Die In Yer‘ Arms“ zu, das den bisher heftigsten Rhythmus hat und den Songwriter eher als Aufreißer denn als Dichter darstellt – eine Rolle, in der der Ami sich aber erstaunlich gut macht.

Es folgen eine ganze Handvoll an Tracks, die nahezu perfekt den Everlast’schen Sound transportieren: Sei es dann traurige, an „This Kind Of Lonely“ erinnernde „Friend“, das stampfende „Naked“, das eine ernüchternde Neuversion des Märchens „Des Königs neue Kleider“ bietet und bei dem sich der ehemalige House Of Pain-Kollege und heute bei Limp Bizkit tätige DJ Lethal als Programmierer und Co-Prodzent eingeschleust hat, oder das ebenfalls sehr balladeske „Stay“ – scheinbar wird alles, was der Mann anfasst, zu akustischem Gold. Selbst im ersten Moment unrhythmische Tracks wie „Letters Home From The Garden Of Stone“ mit seiner Mischung aus Sprech- und Klargesang beinhalten so viele magische Momente (beispielsweise die Akustikgitarre in der zweiten Hälfte), dass man sie immer wieder hören möchte.

In „Dirty“ finden sich dann Reminiszenzen an soften Neunziger-Jahre-R’n’B (und zum Schmunzeln anregende Sätze wie „I‘m so dirty, call me daddy“, bei denen man sich nicht hundertprozentig sicher ist, ob der Mann das jetzt ernst meint), während „Let It Go“ dann mit gemütlicher Reggae-Klampfe daherkommt.

Als wäre das nicht mehr als genug Output, finden sich am Ende noch drei Bonustracks – „Saving Grace“ erinnert dabei ein bisschen an die alten Sachen wie „What It’s Like“ oder „Ends“ und wird mit herrlich dreckiger Stimme vorgetragen. Außerdem hat Everlast sich einen Spaß gemacht und die Snoop Dogg/ Willie Nelson-Kooperation „My Medicine“ in der Demoversion mit auf die Platte gepackt, zusätzlich gibt es noch eine hübsche Version vom auf der letzten Scheibe erschienenen „Maybe“.

Fazit: Man hat es nicht für möglich gehalten, aber auch dieser Scheibe kann man getrost die volle Punktzahl geben, fällt sie doch genauso gut aus wie der Vorgänger und behält dabei sogar noch etwas mehr den Crossovercharakter bei. Eine Wahnsinnsplatte.

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