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Evergrey: A Night to Remember

Besonders die Songauswahl ist positiv hervorzuheben
Wertung: 7/10
Genre: Progressive Metal
Spielzeit: 112:27
Release: 15.03.2005
Label: InsideOut Music GmbH

Mit The Inner Circle veröffentlichten Evergrey im April vergangenen Jahres bereits ihr fünftes Studioalbum. Es folgten eine US-Tour mit Iced Earth und Children of Bodom, einige Festivalauftritte in Europa (darunter auch das Summer Breeze Open Air) und eine Hallentournee durch Schweden.

Um den Fans, die noch nicht in den Genuss kommen konnten, diese Band einmal live zu erleben, eine Nachholmöglichkeit zu geben, suchten sich die Jungs von Evergrey einen besonderen Auftritt aus: In einem Konzertsaal des Storan Theaters (aus dem frühen 19. Jahrhundert) in Göteborg sollte das Konzert am 9. November 2004 für die Ewigkeit festgehalten werden. Neben der Doppel-CD A Night To Remember (19 Tracks) soll Ende nächsten Monats ebenfalls eine gleichnamige Doppel-DVD mit der Show und einigen Specials erscheinen.

Bereits bei den ersten Klängen der CD wird deutlich, dass es sich in dieser Location nicht nur visuell um mehr als eine gewöhnliche Halle handelt. Fernab vom gewohnten Sound der Studioalben bewegt sich der Hörer durch eine Klangwelt, die den Eindruck des Theaters authentischer nicht hätte widerspiegeln können. Mit geschlossenen Augen und ein wenig Vorstellungskraft könnte man fast meinen, sich inmitten der anderen Fans in Göteborg zu befinden und durch die immer wieder auftretenden, kurzen Ansagen des Sängers Englund mit angesprochen zu werden.

Energiegeladen beginnt der Auftritt nach einem kurzen Intro mit "Blinded" (vom Album Recreation Day). Bereits hier fällt der dreistimmige Gesang im Hintergrund auf, der live von drei Background-Sängern umgesetzt wurde und auch im weiteren Verlauf der Aufnahme einen wichtigen Part einnimmt. Bald wird klar, dass die Tracklist keineswegs die Absicht hat, das aktuelle Album zu repräsentieren, sondern viel mehr ein Best Of – Programm aller Evergrey Alben bietet. Songs wie "Blackened Dawn" vom ersten Album The Dark Discovery wechseln sich mit den Hightlights der späteren CDs, wie "Recreation Day" vom gleichnamigen Album, ab. Gerade die ruhigeren Stücke bekommen durch die hallende Akustik eine besondere Wirkung zugesprochen. Ein in "When the walls go down" agierendes Streicherquartett und die Stimme von Tom S. Englund (Sänger und Gitarrist), welche in der Ballade "For every tear that falls" von der seiner Ehefrau Carina Kjellberg ergänzt wird, profitieren davon in besonderem Maße.

Aber so authentisch die Stimmung auch eingefangen sein mag, so wirkt die Akustik bei den härteren und schnelleren Songs durch den Hall manchmal doch etwas überlagert und weniger exakt als man es sich wünscht und von anderen Alben gewohnt ist.

Mit "Harmless wishes" und "Essence of conviction" gibt es sogar zwei Livepremieren von The Inner Circle zu hören. Den gelungenen Abschluss der CDs bilden mit "Touch of blessing" und "The masterplan" zwei weitere musikalische Höhepunkte.

Im Ganzen betrachtet ist besonders die Songauswahl positiv hervorzuheben. Auch ältere Werke wurden nicht vernachlässigt. Der einzige angesprochene negative Aspekt ist der in den härteren Stücken oft zu dominante Hall. Zu empfehlen ist das Album dennoch langjährigen Evergrey Fans genau wie potentiellen Liebhabern dieser Art von Musik, da ein umfassender Gesamteindruck der Werke der Band vermittelt wird.

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