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Europe: Last Look At Eden

Ein erstklassiges Werk
Wertung: 9.5/10
Genre: Melodic Rock, Hard Rock
Spielzeit: 47:15
Release: 18.09.2009
Label: earMUSIC

Es ist wohl das Comeback des Jahres. Zwar haben sich die schwedischen Rocker von Europe nie offiziell aufgelöst, jedoch hat damals, als die Band auf Eis gelegt wurde, wohl niemand daran geglaubt, dass diese Formation wieder vollkommen auferstehen wird. Dabei haben es Europe sogar geschafft, ihren Stil einerseits beizubehalten, ihn jedoch andererseits an die heutige Zeit anzupassen und so einen großen Schritt nach vorne zu machen. Wie groß der Schritt und die Weiterentwicklung nun wirklich ist, kann man anhand des neuen Albums „Last Look At Eden“ feststellen.

Es beginnt erst sehr überraschend mit einer orchestral instrumentierten, sehr mystisch und geheimnisvoll klingenden „Prelude“, welche den Auftakt für den Titeltrack stellt. Es dominieren vor allem melodische Elemente, die in ein rockiges Gewand gekleidet sind.  Allgemein spielt die Melodie eine sehr große Rolle. Jedoch ist der gesamte Sound erdiger, rockiger und erwachsener geworden. 

Abwechslung wird groß geschrieben; hier ähnelt kein Song dem anderen. Jeder Track hat seine eigene Identität und Klangfarbe. Sei es das eher rhythmische „Gonna Get Ready“, welches im Intro noch etwas an die 80er-Jahre erinnert, dann aber eine wunderbare Themenmelodie entwickelt, welche im Verlauf des Stückes immer wieder aufgegriffen wird oder „Catch The Plane“, ein Song mit kleinen Anlaufschwierigkeiten, der dann aber durch Backingvocals unterstützt qualitativ nachtlos an die restlichen Stücke anschließt.

Zudem betont man bei machen Stücken den Mittelteil stärker, indem man dort das Tempo rausnimmt und das Piano in den Vordergrund treten lässt. Schön zu hören ist dies bei „Gonna Get Ready“, dem flotten „The Beast“ oder dem rhythmischen „Mojito Girl“. Ansonsten rücken Keyboard und Piano eher etwas in den Hintergrund. Nur in der Schlusssequenz von „Catch The Plane“ oder als Klangflächen im Hintergrund von „Only Young Twice“ rückt das Keyboard stärker in den Vordergrund.

Weiterhin verwendet man immer wieder epische, leicht bombastische Elemente. Zu finden sind diese vor allem im Refrain von „Last Look At Eden“, oder im eher basslastigen „U Devil U“. Natürlich dürfen auch die Balladen nicht fehlen: „New Love In Town“ ist dabei qualitativ etwas besser als „In My Time“. Letztere offenbart zusätzlich zum melodieführenden Piano noch dezente Gitarrentöne und endet in einem langen Solo.

„Last Look At Eden“, „New Love In Town“ und „No Stone Unturned“ sind definitiv die drei Songs mit dem größten Hitpotential, auch wenn man vermutlich nicht mehr an Erfolge wie „The Final Countdown" oder „Carrie“ anknüpfen kann. Diese drei Tracks zeichnen sich vor allem durch klasse Melodien, einen gereiften Sound, leicht epische und bombastische Elemente, sowie sehr gutes Songwriting aus.

Fazit: Europe haben mit „Last Look At Eden“ bewiesen, dass man sie immer und jederzeit auf der Rechnung haben muss. Trotz der langen Pause haben sie es geschafft, einen Schritt nach vorne zu tun, sich weiterzuentwickeln und ein Album abzuliefern, welches qualitativ hochwertiger ist als das Gros der sonstigen Veröffentlichungen in diesem Genre. Zwar mag der richtig große Hit nicht auf der Platte zu finden sein, dafür haben sie ihren Standard die gesamte Spielzeit über gehalten und somit ein durchgängig vielschichtiges und interessantes Werk abgeliefert. Man muss vor dieser Leistung den Hut ziehen: EIn wirklich geniales Album, das Freude auf weitere Veröffentlichungen macht.

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