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Eternal Flight: Under The Sign Of Will

Deutliche Steigerung seit dem bereits anständigen Debütalbum!
Wertung: 8/10
Genre: Progressive Power Metal
Spielzeit: 60:45
Release: 25.01.2008
Label: Thundering Records

Bereits mit ihrem Debütwerk „Positive Rage” gelang den Franzosen von Eternal Flight ein furioser, leider nur wenig beachteter Auftakt, der sich wohlwollend vom europäischen Einheitsbrei im Power-Metal-Sektor distanzierte. Die Musiker, die ehemals unter dem Banner Dream Child firmierten, verbanden die Inspiration des klassischen US-Metal mit durchaus eigenständigen Ideen und verpackten das Ganze in einem ansprechenden, progressiven Soundkostüm.

Grundsätzlich hat sich an dieser Arbeitsweise auf der neuen Platte „Under The Sign Of The Will“ kaum etwas geändert, sieht man mal von den zunehmend melodischeren Ansätzen ab. Die Songs verfügen über einen gewissen Anspruch, lassen sich kaum festgefahrenen Schemen zuordnen und präsentieren dennoch vergleichsweise leicht nachvollziehbare Hooklines, an die man sich auf Anhieb klammern kann.

Des Weiteren ist auch „Under The Sign Of The Will“ nicht so verkrampft kopflastig wie das alte Dream Child-Material. Spannungsvoll ausgearbeiteter Stoff wie „Deaf. Dumb. Blind“ verliert sich nicht in überflüssigen Spielereien, flottere Nummern wie „Next Ones On The List“ oder „Miracle Man“ wiederum entbehren jeglicher befürchteten Einspurigkeit. Somit bleibt ein vorzeitiger Einbruch lediglich Wunschdenken von Seiten der Kritiker, wird aber nicht zur Realität.

Erstaunlich ist hierbei aber auch, dass man trotz markanter Ansätze einen weitestgehend eigenständigen Sound fährt. Zeichnete sich die Szene im europäischen Westen zuletzt noch durch eine deutliche Affinität zum klassischen Euro-Metal-Sound der Achtziger aus, was dank Bands wie Heavenly sogar auf die Spitze getrieben wurde, bemühen sich diese Franzosen nun um recht vielfältige Ansätze, die vom traditionellen Kern bis hin zur progressiven Spielweise ausgedehnt werden – ohne dabei die Melodie zu vernachlässigen. Und auch wenn mancher Song mitunter ein wenig schwieriger zu knacken ist, behalten Eternal Flight den Song an sich jederzeit im Fokus und überraschen mit einer sehr ausgereiften Umsetzung richtig starker Ideen.

Fazit: Dementsprechend positiv fällt daher auch das Resümme aus: Eternal Flight verpulvern auch auf ihrem zweiten Album Heerscharen von erfrischenden Ideen in elf eigenständigen Progressive-Metal-Songs und empfehlen sich endgültig für größere Aufgaben. Da sage doch mal jemand, die französische Szene halte seit Jahren Winterschlaf. Auf „Under The Sign of The Will“ wird man nachhaltig vom Gegenteil überzeugt.

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