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Eschaton: An Instrument Of Darkness

Wenn alle Songs auf dem kommenden Album so stark sind, erwartet uns eine Hammerscheibe!
keine Wertung
Genre: Black Metal
Spielzeit: 13:30
Release: 10.10.2010
Label: Eigenproduktion

Die österreichische Combo Eschaton – was aus dem Griechischen stammt und so viel wie „Endzeit“ bedeutet – wurde bereits 1998 gegründet und hat seitdem zwei Demoalben veröffentlicht, die mit „Deus Ex Homine“ und „GodMode“ betitelt waren. Dies ist für zwölf Jahre Bandgeschichte nicht sonderlich viel und gerade wenn man die hier vorliegende, neue EP „An Instrument Of Darkness“ hört, muss man sich schon fragen, warum diese talentierte Band so im Underground herumdümpelt und sich in all der Zeit offenbar noch keine Plattenfirma gefunden hat, um das Quartett unter Vertrag zu nehmen.

Dass Eschaton Erfahrung haben und schon lange zusammenspielen, wird bei den zwei Tracks, die einen Vorgeschmack auf die neue Full-length „Isolated Intelligence“ darstellen sollen, die man noch 2011 aufnehmen will, schnell klar. Ausgefeiltes Songwriting trifft auf hohes technisches Niveau, melodische Momente auf wütende Blastbeats – ein Black-Metal-Schmuckstück vom Feinsten!

Ohne viel Federlesen zu betreiben, geht die Band beim eröffnenden Titelstück gleich voll zur Sache: Blastbeats bestimmen die Szenerie und die Gitarren sind ordentlich tief gestimmt – klasse, wie man diese Sequenzen mit melodischeren, aber nicht minder brutalen Momenten abwechselt, letztere erinnern von der Atmosphäre her irgendwie an Naglfar, was nun beileibe alles andere als ein beleidigender Vergleich ist. In der Mitte wird das Stück etwas gemäßigter, durch das nun langsamere Tempo ist es allerdings weiterhin mindestens genauso böse. Keine Frage: Diese Jungs verstehen ihr Handwerk, „An Instrument Of Darkness“ ist ein spannend und abwechslungsreich aufgebauter, songschreiberisch trotzdem völlig schlüssiger Track, der vom folgenden, über achtminütigen „Isolated Intelligence“, also dem Titelstück des kommenden Albums, noch überboten wird.

Es handelt sich um einen facettenreichen Trip durch die Welt des Schwarzmetalls, bei dem diesmal auch cleane Vocals auftauchen, die sich vollkommen unproblematisch in das Gesamtbild einfügen. Auch hier ist jede Menge Abwechslung vorhanden, der Aufbau aber genauso schlüssig wie beim ersten Stück, wenn auch aufgrund der größeren Länge naturgemäß etwas komplexer. Ein progressiver Anstrich ist durchaus erkennbar.

Ganz klar: Es wird höchste Zeit, dass sich endlich eine Plattenfirma dieser Combo annimmt. Eschaton haben mehr als nur Potential, sie sind überreif für einen Vertrag. Hier stimmt eigentlich alles: Songwriting, technisches Vermögen, Sound (klar und differenziert, ohne dass es gleich künstlich klingt) und auch der zornige, heisere Kreischgesang passt bestens. Des Weiteren kommen die Linzer mit dem hübsch gestalteten Digipack sehr professionell herüber. Wer will, kann sich die beiden Songs auf der Homepage der Band umsonst ziehen, aber allein die Aufmachung dieser EP sollte Grund genug für jeden Black Metaller sein, sich die Scheibe zu kaufen. Im Prinzip reicht das für mindestens 8.5 Punkte, aber da beide Songs auf dem kommenden Album erscheinen werden, macht eine Wertung eher wenig Sinn und wir warten lieber gespannt ab, ob Eschaton dieses hohe Niveau auch über die Gesamtdistanz einer Full-length-Platte halten können.

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