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Era Hex: New Aeon

Gute Ansätze und schwacher Sound
Wertung: 5/10
Genre: Industrial Metal, Death Metal
Spielzeit: 13:48
Release: 15.07.2012
Label: Eigenproduktion

Era Hex sind ein junges Quartett aus Nürnberg, die gerade mit ihrer drei Songs umfassenden EP „New Aeon“ ihr erstes Lebenszeichen abliefern. Die Band existierte dabei als Projekt bereits seit längerem unter dem Namen Die Hard und hat mit „When Illusions Gone“ bereits ein Album veröffentlicht, das auch hier auf The-Pit.de im oberen Punktedrittel landen konnte. Erst während der Aufnahmen entschloss man sich, unter neuem Namen einen Neustart zu versuchen.

Musikalisch verspricht die Band in ihren Promo-Unterlagen Großes. Dort ist die Rede von Electro-Sounds, symphonischen Keyboards und Death Metal, die zusammen auf der EP „eine eigene Welt erschaffen“ sollen. Im Großen und Ganzen stimmt die Beschreibung der Zutaten, aus denen die Band ihren musikalischen Cocktail braut, einzig die Electro-Sounds sind nicht wirklich aufzufinden. Viel eher beschränkt sich der Einsatz der Keyboards auf symphonische Streicher-Flächen und digitale Chöre. Soweit hält die Band also ihr Versprechen, aber wie sieht es mit der „eigenen Welt“ aus, die dem Hörer versprochen wird?

Hier wird schon nach dem ersten Hördurchlauf schnell klar, dass das Quartett den Mund etwas zu voll genommen hat. Musikalisch bietet „New Aeon“ nämlich keine großen Neuerungen. Viel eher folgen die Nürnberger den großen Vorbildern Behemoth, von denen sich Era Hex musikalisch nur durch die deutlich mehr im gutturalen Bereich angesiedelten Vocals unterscheiden. Und auch auf der Ebene des Songwritings kann die Band noch nicht mit den großen Vorbildern mithalten. Zwar weisen die einzelnen Songs immer wieder interessante Momente auf, doch schafft es das Quartett nie, diese einzelnen Momente zu einem Song zusammenzusetzen.

Symptomatisch ist dafür vor allem das eröffnende „Era Hex“. Ist der Beginn noch wirklich interessant, mit den Chören, die eine tolle Atmosphäre erzeugen, gleitet der Song mit zunehmender Spieldauer dann leider in die Belanglosigkeit ab. Auf den folgenden beiden Songs „New Aeon“ und „Till The End“ gelingt es den Vieren dann allerdings deutlich besser den Spannungsbogen aufrecht zu halten, wobei beide Songs trotzdem noch Verbesserungspotential aufweisen. Das soll aber nicht heißen, dass man den Nürnbergern mangelnden Einsatz unterstellen sollte. Man bekommt durchweg den Eindruck, dass hier Musiker am Werk sind, die gerne aus den verkrusteten Strukturen ihres Genres ausbrechen würden, nur in der Umsetzung gelingt es eben noch nicht ganz.

Leider ist es mit der Kritik am Songwriting aber noch nicht getan, denn das größte Manko von „New Aeon“ ist die Produktion. Zwar muss man hier der Band zugute halten, dass es sich bei der EP um eine Eigenproduktion handelt. Trotzdem haben bereits viele Bands bewiesen, dass auch auf diesem Level mit der modernen Technik deutlich bessere Ergebnisse erzielt werden können. Das Problem liegt dabei weniger in der Qualität der einzelnen Aufnahmen, sondern viel mehr in der Art und Weise wie diese im finalen Mix zusammenspielen. Ein besonderer Schwachpunkt ist der Schlagzeug-Sound, der viel zu hart getriggert ist und kaum dynamischen Klang vermittelt. Vor allem sticht hier die Bass-Drum heraus, die gerade in den Blast-Beat-Passagen den gesamten Rest der Band übertönt und mit ihrem klackenden Sound jeglichen Hörspaß vernichtet.

So bleibt am Ende leider nur ein durchwachsenes Fazit zur EP „New Aeon“. Zwar ist die Band durchaus ambitioniert und zeigt auch an einigen Stellen, dass sie das Zeug dazu hat, tolle Musik zu komponieren. Nur gelingt ihr das eben noch nicht auf der gesamten Spielzeit eines Songs. Der schwache Sound gibt der CD dann leider den Rest und sorgt dafür, dass sich „New Aeon“ nur im Mittelfeld einsortiert. Trotzdem sollte man ein Auge auf die Band und ihre kommenden Releases haben, mit ein bisschen mehr Erfahrung ist hier nämlich noch Potential für eine gute Entwicklung vorhanden.

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