Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Equilibrium: Turis Fratyr

Wunderbares und sehr melodiöses Gesamtwerk
Wertung: 8/10
Genre: Folk Metal
Spielzeit: 53:4
Release: 15.02.2005
Label: Black Attakk Records

Seit ihrem ersten Werk mit dem bescheidenen Titel Demo 2003 hört man immer wieder von der Formation aus München und Umgebung. Der Auftritt auf dem Summer Breeze Festival letztes Jahr hat der Popularität der Band merklich gut getan und auch dieses Jahr sind Equilibrium bereits für das Wacken Open Air bestätigt worden. Inzwischen ist das erste richtige Album Turis Fratyr, welches sich aus einigen Neuaufnahmen von Tracks aus dem Demo und Neukompositionen zusammensetzt und bereits großen Anklang genossen hat, zu haben.

Nach einem kurzen Intro verdeutlicht schon der Song "Wingthors Hammer" die sehr fröhlich gestimmte Grundhaltung, welche die gesamte CD vermittelt. Growls, deren Wurzeln man wohl im Black- und Death Metal suchen sollte, wechseln sich mit angenehmen, beschwingten Flötenmelodien und sehr dominanten Synthesizerklängen ab und verschmelzen zu einem sehr atmosphärischen Song. Wie in allen anderen Tracks auch, wird in deutscher Sprache gesungen und die Worte sind häufig durchaus verständlich. Dies fällt zum Beispiel im nächsten Song "Unter der Eiche" auf, welcher den Hörer in abwechslungsreichem Tempo durch eine majestätisch anmutende Metallandschaft führt. Dieser Effekt ist wohl auf die eindrucksvollen Instrumentalpassagen zurückzuführen, die dem Song einige angenehme Variation verleihen. Nebenbei erzählt der Text vom „Tanzen, Lachen, Spielen [und] Saufen“. Auch der relativ kurze Song "Met" erfüllt mit seinem Text im Refrain („Met, Met, Met, Met, Met, Met“) alle bekannten Klischees der Musikrichtung und besticht durch seine musikalische Unkompliziertheit. Im Gegensatz zu der älteren Version vom Demo wurde er noch lebendiger gestaltet und der offenbarte Mitgröhlcharakter könnte größer nicht sein.

Das instrumentale Stück "Heimdalls Ruf" schließt die erste Hälfte der CD ab und leitet zu einem zweiten Teil über, der jedoch, was die Highlights angeht, nicht mit dem ersten Teil konkurrieren kann. Der 9-minütige Track "Tote Heldensagen" präsentiert sich trotz einiger Variationen des Tempos etwas langatmig. Erwähnenswert ist jedoch der im Digi Pack enthaltene Song "Shingo Murata", welcher durch einen interessanten Off Beat und passender Instrumentalisierung einen sonderbaren, orientalischen Flair hervorruft.

Die immer wiederkehrenden kurzen und vielfältigen Instrumentalpassagen, die in sehr vielen Songs zu finden sind, bereichern diese zwar, lassen den ein oder anderen Track jedoch etwas überladen wirken. Befasst man sich nicht ausgiebig mit der Musik selbst, sondern lässt sich aus dem Hintergrund heraus berieseln, so wirkt die Musik doch etwas eintönig. Allerdings sind dies nur kleine Störfaktoren, die in keinem Kontrast zu dem wunderbar und sehr melodiösen Gesamtwerk stehen, welches beweist, dass man nicht aus Skandinavien kommen muss, um mit dieser Musikrichtung begeistern zu können!

comments powered by Disqus

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging