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Equilibrium: Armageddon

Born To Be Epic?
Wertung: 7/10
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 50:13
Release: 12.08.2016
Label: Nuclear Blast

Equilibrium sind zurück. Nachdem die Band in der letzten Zeit eher Schlagzeilen durch Line-Up-Wechsel gemacht hat, kommt die Truppe nun neu aufgestellt zurück. Im Gepäck haben die Epic-Metaller ihre neue Scheibe „Armageddon“.

Die brennendste Frage ist natürlich, ob die Mucke noch so klingt, dass man sie noch als Equilibrium erkennt. Aus diesem Grunde dreht der Silberling gleich mal seine Kreise im Laufwerk und schallt in die Räumlichkeit. Eines lässt sich gleich sagen: die Marke Equilibrium hat keinen Schaden genommen. Schon während der ersten Töne sollte niemand Zweifel haben, mit welcher Gruppe man es hier zu tun hat. Auch schnell klar wird, welcher Thematik sich die Band bei „Armageddon“ angenommen hat. Schon während des Intros „Sehnsucht“, das mit über zwei Minuten recht lange ausfällt, erzählt ein Sprecher von den kriegerischen Menschen und der Notwendigkeit, diese Kriegslust zu brechen. Daneben geht es um die Themen Freiheit, Umweltschutz und den Umgang untereinander oder auch wie wir Tiere behandeln. Die volle Ökobreitseite also?

Nicht direkt. Equilibrium formulieren ihre Texte offensichtlich genug, dass jeder die Aussage verstehen kann, man aber nur sehr selten den erhobenen Zeigefinger vor sich vermutet. Also alles noch im grünen Bereich.

Musikalisch spürt man die Line-Up-Wechsel schon deutlicher. Auch, wenn sich die Truppe stilistisch kaum verändert hat (was verwunderlich genug ist), kann man doch den Einfluss der neuen Bandmitglieder spüren und hören. Eine wichtige Rolle hierbei spielt der neue Gitarrist Dom R. Crey. Der Mann, der schon bei Wolfchant zockte und bei Nothgard praktisch das Mastermind ist, bringt einen deutlichen frischen Wind in die Truppe. Dom beherrscht sein Instrument und hat ganz offensichtlich auch schon einige Ideen zum Album beigesteuert, denn ein gewisser Einschlag seiner recht eigenen Spielart ist kaum überhörbar.

Ansonsten gibt es die für die Formation sehr typischen Stampfer mit oft skurrilen Keyboardsounds („Born To Be Epic“ zum Beispiel). Damit versprüht das Album den sehr bandeigenen Charme wieder in großen Mengen. „Rise Again“ wäre hier auch noch als gutes Beispiel anzuzeigen.

Was der Platte aber fehlt, ist ein oder mehrere richtige Reißer. Es gibt keinen Durchhänger auf „Armageddon“, aber so ein Überkracher wie „Blut im Auge“ oder „Der ewige Sieg“ lässt sich auf der aktuellen Scheibe nicht finden.

Durchaus hoch anzurechnen ist die Leistung der weitgehend neu formatierten Band dennoch. Erstens sind die Musiker nicht weit vom vorher gegangenen Pfad abgewichen und zweitens ist die Platte ein durchaus ansehnliches Werk geworden, das sich nicht verstecken muss. Jetzt muss die Truppe noch ein bisschen zusammenwachsen, um dann wieder mit voller Stärke zuzuschlagen.

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