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Epochate: Chronicles Of A Dying Era

Ein auditiver Weltuntergang
Wertung: 7.5/10
Genre: Apocalyptic Industrial Rock Soundtrack
Spielzeit: 43:10
Release: 20.02.2009
Label: Subsound / Alive

Als ob Victor Love mit Dope Stars Inc. bzw. My Sixth Shadow und Noras Blake mit Edenyzed und Spineflesh nicht schon genug Arbeit hätten, haben sich die beiden nun zusammengeschlossen um Epochate zu gründen. Angefangen hatte alles mit einer instrumentalen Orchester-CD Victors, die weiterentwickelt werden sollte und so zu einer ganz eigenen Band führte.

„Chronicles Of A Dying Era“ heißt das Album und dessen Opener, der sehrlangsam mit bedrohlichen Streichern und tiefen Klaviertönen beginnt, sich weiter aufbaut und dann durch Gesang und Gitarrenbegleitung seinen Höhepunkt erreicht, auf den wieder die bedrohlich orchestrale Atmosphäre folgt. Das Intro von „Substantia“ klingt sehr ähnlich, allerdings wird das Tempo schon bald stark angezogen und die Gitarren treiben den Song wie ein Lied der Dope Stars Inc, der einzige merkliche Unterschied wird durch die pompösen Keyboardflächen im Refrain erzeugt. Bei „Creators“ stehen diese etwas mehr im Vordergrund und machen dadurch deutlich, warum dies Epochate ist und doch nicht Dope Stars Inc, denn eine große Ähnlichkeit ist alle Mal vorhanden, insbesondere aufgrund des Riffing und der charismatischen Stimme Victors, sowie der elektronischen Industrial-Elemente.

Der Hit des Albums ist „Burning“, ein mitreißender Song der durch bombastisches Drumming, anfangs seltene, aber donnernde, später dann regelrecht Endzeit-mäßige Riffs, dramatisch-tragische Streicher und den apokalyptisch-panischen Gesang großartig in seinen Bann zu ziehen weiß. „Of Shade And Light“ beginnt zunächst mit friedlichen Streichern, die aber schon bald geheimnisvoller klingen und nichts Gutes erahnen lassen. Schließlich komplettieren die Gitarren und die krachenden Drums den instrumentalen Sound und den Hörer beschleicht das Gefühl er würde dem Soundtrack einer epischen Schlacht um das Ende oder das Überleben der Menschheit lauschen. 

Bei einer Gesamtlänge von einer knappen Dreiviertelstunde macht es kaum
etwas aus, dass das Album nur neun Songs aufweist, da sich die Songs häufig sehr stark weiterentwickeln und viel bombastischer und vielschichtiger enden als sie beginnen. Daher wird eine enorme Abwechslung geboten und man erhält nicht den Eindruck, nur einer einzelnen Idee zu lauschen, die sich durch das ganze Album zieht. Das ist besonders in diesem Fall eine groß Leistung, da "Chronicles Of A Dying Era" in sich eben ein konzeptionelles Album ist, voller apokalyptischer, schwermütiger und drückender Visionen.

Das Debüt Epochates ist ein überaus interessantes und durchweg überzeugendes Album geworden, dass sowohl in den gesanglichen als auch in den instrumentalen Teilen zu glänzen weiß, mal träge und kapitulierend klingt, mal hoffnungsvoll und erhebend ist, aber vor allem atmosphärisch. Wer auf derartige Soundtrack-ähnliche Musik steht wird an diesem Album nur schwer vorbeikommen.

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