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Ephrat: No One's Words

Eigentlich kann man behaupten, dass „No One's Words“ perfekt zu InsideOut passt
Wertung: 9.5/10
Genre: Prog Rock
Spielzeit: 59:38
Release: 22.08.2008
Label: InsideOut Music GmbH

Nachdem Orphaned Land bereits jahrelang als Geheimtipp aus ihrem Heimatland Israel gehandelt wurden, war die Freude sehr groß, dass dieses Jahr mit Amaseffer eine weitere Band aus dem heiligen Land mit absolut herausragender Musik zu uns gelangte. Nun gesellen sich noch Ephrat dazu, die ebenfalls ausschließlich mit Qualität glänzen können. Wow, das ist ja fast schon zu viel des Guten! Aber lieber so, als gar nichts, hehehe.

Gegründet wurde Ephrat vom Namensgeber Omar Ephrat - Kopf, Gitarrist, Flötist, Keyboarder und alleiniger Komponist der vierköpfigen Band, die neben ihm desweiteren noch aus Lior Seker am Gesang, Gili Rosenberg am Bass und Tomer Z an den Drums, der bereits auch schon bei Blackfield Schlagzeug spielte. Und auch wenn die Haupteinflüsse der Band bei Acts wie Yes, Rush, Pink Floyd, Deep Purple, King Crimson oder auch Metallica, Megadeth, Porcupine Tree und Dream Theater liegen, sind es gerade die orientalischen Wurzeln, welche die Musik von Ephrat so besonders werden lassen, ganz auch wie bereits eingangs erwähnt bei Orphaned Land und Amaseffer.

„No One's Words“ ist das Debutlabum von Ephrat und somit der Richtungsgeber für künftige Releases. Auffalled ist die lange Spielzeit der Songs, denn außer dem knapp 5 Minuten langen „Blocked“ (was für viele Bands ebenfalls Überlänge bedeuten würde) dauern die übrigen Stücke von 7 bis hin zu sogar 18 Minuten. Somit ist eine gewisse Grundkomplexität schon mal im Vorherein nicht auszuschließen und tatsächlich wird jeder Freund der Frickelkünste hier jauchzen und frohlocken, wenn er sich das Album anhört.

Produziert wurde „No One's Words“ von keinem Geringeren als Steven Wilson, den so mancher von Porcupine Tree oder Blackfield her kennen dürfte, wobei schwer anzunehmen ist, dass der Kontakt somit über Drummer Tomer Z zustande gekommen sein dürfe. Wie man es von Produktionen des Mr. Wilson kennt, ist auch diese Scheibe zwar trocken, aber dennoch transparent und voluminös ausgefallen. Vor allem der natürliche Klang lässt hier eine sehr warme Atmosphäre aufkommen, welche sehr gut zu den sechs Songs passt. Absoluter Volltreffer!

Im übrigen – und hier wollen wir das Namedropping vollenden – gesellen sich mit Daniel Gildenlöw (Pain Of Salvation) und Petronella Nettermalm (Paatos) zwei illustre Gäste aus dem InsideOut-Stall mit dazu, die einige Gastbeiträge beisteuern. Erstgenannter leiht dem fast 10-minütigen „The Sum Of Damage Done” seine Stimme und lässt dabei unweigerlich an seine eigene Band erinnern. Ähnlich wie auch beim damaligen Gastgesang bei Axamenta reicht dazu nur seine Stimme aus, so dass der Song auch ohne Probleme auf Alben wie „Be“ oder „Scarsick“ hätte stehen können. Frau Nettermalm darf sogar gleich bei zwei Songs ihr Bestes geben und verzaubert den Hörer bei den Stücken „Haze“ (erinnert stellenweise sogar ein wenig an Portishead) und „Real“.

Fazit: Eigentlich kann man behaupten, dass „No One's Words“ perfekt zu InsideOut passt, denn genau solche Musik erwartet man von diesem Label: Verspielt, komplex, nie langweilig werdend und trotzdem originell.

Fans von Amaseffer, aber auch Rush, Yes, Pain Of Salvation und Porcupine Tree können hier bedenkenlos zugreifen!

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