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Entera: Daily Terror

The show must go on
Wertung: 7.5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 17:21
Release: 30.11.2007
Label: Eigenproduktion

Schon seit 1990 besteht die Band Entera aus Nürnberg. Eine EP und zwei vollwertige CDs hat man in der Zwischenzeit veröffentlicht. Nicht gerade viel für den langen Zeitraum, aber die Band hat auch schon allerhand Nackenschläge einstecken müssen, die das Ende der meisten anderen Bands bedeutet hätten. Zwei Todesfälle in der Gitarrenfraktion hat die Band schon verkraften müssen, kein Wunder, dass man da nicht gerade Schmuserock komponiert.

Aber lassen wir mal die Tragik aus dem Spiel, hier geht es allein um die neue EP, die auf den Namen „Daily Terror“ hört. Typischen 90er-Jahre Thrash Metal mit gehörigem amerikanischen Einschlag zocken die drei gestandenen Musiker. 

„Revocatus“ ist eigentlich ein Instrumental, welches die musikalischen Fähigkeiten von Gitarrist Daniel Stempel recht gut darstellt. Er zockt richtig fett sämtliche Melodiewechsel und Geschwindigkeitsvariationen, so dass hier niemand auf den Gedanken käme, hier spiele ein Anfänger - coole Nummer mit ordentlich Wumms im After. Der Sound ist richtig schön differenziert, da kommt auch Bassist Carsten Lutter immer wieder sehr prägnant durch und zeigt, wie man einen gelungenen Viersaiter zockt.

„You Pull Me Down“ ist dann der erste komplette Song. Es wird zeitweise sogar fast schon gerockt, was der Band auch nicht schlecht zu Gesichte steht. Leider hört man den Vocals die deutsche Abstammung ein wenig zu sehr an. Der Gesang ist zwar kraftvoll, weiß aber dennoch nicht hundertprozentig zu überzeugen. Zum gepflegten Headbangen gereicht der Song aber alle Male. Das stimmige Schlagzeug von Jonas Hack übernimmt immer wieder gemeinsam mit dem toll klingenden Bass von Sänger Carsten Lutter die soundauffüllende Rolle, welche normalerweise die ja hier fehlende Rhythmusgitarre übernimmt. 

„Problems Are Like Pimples“ ist der kürzeste Song, aber mit den meisten Thrash-Genen. Irgendwie erinnert das an die Bay Area-Zeiten, als uns die Amis fast täglich mit neuen Bands überrollten. Starker, heftiger Song, dem man aber anmerkt, dass da ein zweite Gitarre sicher nicht fehl am Platze wäre. So aber kristallisiert sich auch der bandeigene Stil deutlicher heraus. Coole Nummer.

Deutlich zügiger geht dann „If Assholes Would Be Flying Pigs“ vor, wobei ich mir den Titel nicht wirklich vorstellen will, denn dann sähe man keine Sonne mehr vor fliegenden Schweinen. Kräftiger Song, der auch hin und wieder ganz leicht progressiv klingt. Das machen die Nürnberger wirklich gut. Leute mit Genickproblemen sollten besser andere Mucke hören, denn hier wird kräftig zum Headbangen animiert. Der Refrain wird gerne mitgegrölt und somit steht der hohe Spaßfaktor des Songs fest.

„Sanguis Humanus“ kann da nicht so ganz mithalten, sicher kein schlechter Song, aber dass man es besser kann, zeigen die vorherigen Tracks. Irgendwie klingt der immer wiederkehrende Refrain ein wenig erzwungen. 
Aber das ist noch lange nicht alles, was diese EP zu bieten hat. Im CD-Rom-Part gibt es noch die Videos zu „You Pull Me Down“ und „Sanguis Humanus“ sowie tausende Bilder, Wallpaper, Interviews und so weiter. Ob man das alles braucht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich kann einer Bilderansammlung von Flyern zu den bisher gespielten Konzerten nicht unbedingt etwas abgewinnen. Aber für Fans sicher ein Leckerbissen.

Fazit: Gelungene EP, die Lust auf mehr macht. Man kann nur hoffen, dass die Band in Zukunft ungestört arbeiten kann und schneller mehr Material abliefert. Ich bin gespannt.

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