Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Ensiferum: Two Decades Of Greatest Sword Hits

Eigentlich ist die Zeit zu schade, um über diese Veröffentlichung zu schreiben
Wertung: ohne Wertung/10
Genre: Folk Metal
Spielzeit: 74:07
Release: 01.04.2016
Label: Spinefarm Records

Und schon haben wir es wieder, das leidige Thema Compilations und Best Of. Die Finnen Ensiferum haben sich ein Geburtstagsgeschenk zum 20-jährigen Jubiläum gemacht und vierzehn ihrer besten oder beliebtesten Songs auf eine Scheibe gepresst. Das ist nicht verwerflich, aber auch nicht sonderlich originell.

Trotzdem könnte die Sammlung für den einen oder anderen interessant sein. Vor allem für diejenigen, die mit den Finnen nur wenig bis nichts anfangen können. Ensiferum haben nicht ihre besten Lieder, aber bestimmt ihre bekanntesten auf dieser Platte konzentriert. Dazu aber später noch mehr.

Zuerst sollten wir uns mal die Tracklist des Silberlings ansehen. Interessant ist, das vom Durchstarteralbum „Victory Songs“ nur zwei Stücke am Start sind. Der Titel „Victory Songs“ und „One More Magic Potion“ reichen nicht aus, um zu beschreiben, wie innovativ die Musik der Normannen zum Ende der ersten Dekade im neuen Jahrtausend war.

Auch sonst ist die Titelauswahl nicht wirklich berauschend. Auf der Scheibe sind die üblichen verdächtigen Songs zu finden. Von Innovation oder Geheimtipps keine Spur. Gerade hier hätten Ensiferum aber jede Menge Potential. Dazu haben die Folk Metaller auch ein paar Coversongs aufgenommen und auch einige Singles auf den Markt gebracht. Warum hat man denn hier nicht aus dem großen Potential geschöpft?

Damit ist aber längst nicht alles gesagt. Im Prinzip ist diese Platte nämlich nicht nur wenig einträchtig für den Hörer, man muss davon ausgehen, dass hier lediglich die Plattenfirma einen Reibach machen will. Dank Youtube und ähnlichen Portalen ist es nämlich für den potentiellen Käufer ein Klacks, sich die selbe Playlist zu erstellen. Warum sollte man denn dann Geld für diese Scheibe ausgeben?

Einige Goodies könnten die Anschaffung rechtfertigen. Ein besonderes Booklet zum Beispiel. Oder ein Poster. Oder eine Shape-CD. Oder was auch immer. Hier gibt es allerdings nichts davon. Das Cover ist so schmalzig-typisch, dass einem schwindelig werden könnte und auch so gibt es auf dem Sampler nichts, was die Anschaffung rechtfertigen könnte.

Wer wirklich an den Songs der Finnen interessiert ist, der sollte sich die Alben am Besten gebraucht zulegen. Damit schont man Ressourcen, vermeidet Müll und füttert nicht die Raffgier von völlig einfallslosen Plattenfirmen/Vertrieblern. Noch recht viel platter kann man wirklich keine Geldbörse angraben.

Lieber die Finger weglassen. Viele kleine Bands können euer Geld wirklich dringender brauchen als der Initiator dieser völlig überflüssigen Zusammenstellung.

comments powered by Disqus

Von Jahr zu Jahr kommt man einfach immer mehr auf den Boden der Tatsachen