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Enigmatik: Slitherin

Brutal Jazz Metal?!
Wertung: 3/10
Genre: Brutal Jazz Metal
Spielzeit: 74:20
Release: 01.04.2008
Label: Manitou Music

Yeah, endlich mal wieder eine neue Stilbezeichnung! Auf „Slitherin“ wird nämlich sogenannter Brutal Jazz Metal gezockt. Enigmatik springen mit ihrer Musik rotzfrech durch die Genres, zerlegen in einer Minute das Drumkit, packen danach den Synthesizer aus und runden das Ganze mit jazziger Gitarrenarbeit ab. Das soll nicht gehen?! Das muss doch zwangsläufig völlig wirr klingen?! Ja, das sagt ihr, aber ich kann sagen ... das stimmt, ihr habt völlig recht.

Ich gebe gerne zu, dass ich überhaupt kein Fan von Jazz bin. Diese Musik liegt mir einfach nicht und ich wage zu behaupten, dass sie nicht dafür geeignet ist, mit anderen Genres vermischt zu werden.

Nehmen wir mal den Opener „The Hanged Man“: Der Bass klingt funkig, aber das Schlagzeug und der sehr tiefe Gesang lassen in dem Song kaum Struktur aufkommen. Noch dazu kommt, dass das Ganze wirklich sehr leise produziert ist und man mehr als einmal nur Matsch hört. Im Mittelteil des Songs gibt es dann noch eine wirre Soundcollage aus abgehackten Riffs, elektronischen Tönen und einem Hintergrundgeräusch, was mich frappierend an eine mies gelaunte Kröte (oder wahlweise an einen schlechten Stimmverzerrer) erinnert. So weit, so verwirrend!

Nennt mich engstirnig, aber ich brauche einen roten Faden und sei er auch noch so verworren (ich höre ja z.B. auch sehr gerne Rush oder andere progressive Bands). Enigmatik stellen meine Geduld aber auf eine harte Probe. Was nicht heißen soll, dass „Slitherin“ völliger Mist ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass es Leute gibt, die auf ein vertracktes Monster wie „The green fairy“ nur gewartet haben. Mir sagt diese Mischung einfach überhaupt nicht zu und der ruhige Part hat für mich etwas von Fahrstuhlmusik.

Eins kann man der Band aber attestieren und das ist Eigenständigkeit! So wie sie dürfte wohl sonst niemand klingen. Ein gutes Bild vom Klang der Schweizer kann man sich übrigens beim abschließenden Instrumental „Metropolis“ machen. Denn der Death Metal Gesang ist auch etwas, was mir nicht besonders gefällt, da er einfach viel zu eintönig ist.

Fazit: Hier kann man sich wirklich leicht einen Knoten in den Gehörgängen einfangen. Wenn ihr mal Lust auf völlig abgefahrene Musik habt, gönnt euch mal eine Runde Enigmatik. In meinen unwissenden Ohren tönt dieser krude Mix aber in etwa so spannend wie das Plätschern in meiner Heizung. Deswegen eine rein subjektive „Finger weg!“ Empfehlung!

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