Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Engelsstaub: Nachtwärts

Manchmal bewirkt zu viel einfach Chaos
Wertung: 7/10
Genre: Dark Wave
Spielzeit: 49:40
Release: 02.09.2011
Label: Musique Indépendante Noiré

„Nachtwärts“ ist das nun dritte Album der Formation Engelsstaub und wird auf eigene Faust vertrieben. Die Spielzeit mit rund 50 Minuten ist genauso ordentlich wie auch die neun enthaltenen Songs. Ganz ohne Intro geht es mit „Carpe Noctem“ los und es erklingen traumhafte Klänge und gleichsam die Stimme eines Medizinmannes. Fremde Worte leiten ein und dann übernimmt das Keyboard die Kontrolle. So stellen sich Engelsstaub vor. Abwechselnd deutsche Lyrics mit düsteren Stimmen geleiten den Hörer in eine andere Welt. Mittelalterliche Klänge sind der Beginn von „Intempesta“, dem zweiten Song des Albums „Nachtwärts“. Dann übernimmt Silke die Leadstimme. Auch hier ist es ein Zusammenspiel von alten und fabelgleichen Klängen mit dem modernen Keyboard.

So geht es dann auch weiter. Durchweg zauberhafte Melodien und schon beim dritten Song „Deep Inside“ weiß der Hörer, dass der Name der Band echt Programm ist. „Deep Inside“ weiß dann auch um Längen besser zu gefallen. Sei es durch die durchgängigen Lyrics, als auch durch die etwas klarere Instrumentenlinie. Engelsstaubs Songs weisen alle eine sehr lange Spielzeit auf, kein Song hat unter vier Minuten, einer gar sieben. Die Falle ist dann an mancher Stelle auch zugeschnappt. Es wirkt eintönig, auch wenn sich die Band viel Mühe gibt, dies durch verschiedene Einflüsse zu unterbinden. Es gelingt nicht immer. Tanzbar ist ebenfalls nicht jeder Song, aber das muss bei einem Dark Wave Album ja auch nicht sein.

Etwas flotter kommt dann „Oneirodynios Activa“ daher. Auch hier sind natürlich wieder fremdländisch anmutende Klänge mit von der Partie. Das ist auch das, was zum einen das Album „Nachtwärts“, aber auch die Band Engelsstaub ausmacht. Etwas merkwürdig ist aber die Wahl der verschiedenen Sprachen. Es kommt einem zum Teil wirklich willkürlich vor. Keine Stringenz erkennbar, schade, denn damit hätte die Band echt besser Akzente setzen können und auch müssen. Denn so ist es an Teilen eher verwirrend.

„An Die Grüne Fee“ ist eines der schönsten Stücke des Albums und erinnert zu Teilen an die Band Faun. Hier kommen die mittelalterlichen Klänge am meisten zum Vorschein. Es ist dann aber etwas schade, dass die Stimmen nicht sauber getrennt aufgenommen wurden, Textzeilen sind nur schwer verstehbar, weil die Instrumente drüber liegen.

So ganz weiß man nicht, welche Richtung Engelsstaub eingehen wollen. Sie vermengen viele Facetten der verschiedensten Musikgenres. Was nicht schlimm wäre, wenn dann der rote Faden zumindest dann und wann hervorblitzen würde. Leider tut er das dann nur selten bis gar nicht. Bei der Auswahl der verschiedenen Schlaginstrumente und der Wahl der Sprache kommt es dann doch öfter zum gefühlten Chaos und es wird anstrengend dem Ganzen weiter zu lauschen. „Nachtwärts“ ist definitiv kein Album für zwischendurch. Die 50 Minuten erfordern Zeit für sich, um das Ganze aufzunehmen. Wenn man das erkennt, dann kann man Spaß haben mit der Band Engelsstaub.

comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“