Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Engel: Absolute Design

Debüt-Release des Gardenian-Nachfolgers
Wertung: 7.5/10
Genre: Modern Metal
Spielzeit: 46:40
Release: 02.11.2007
Label: Steamhammer/SPV

Es scheint vermessen, eine bereits vorab vielfach mit Lob überschüttete Truppe wie Engel noch mit dem Status Newcomer auszustatten, schließlich sprechen die Auszeichnungen in der deutschen und britischen Fachpresse, die dem Debütalbum „Absolute Design“ vorausgingen, definitiv Bände. Von der besten Band ohne Vertrag war da die rede, und auch ein gewonnener Demo-Contest steht auf der Haben-Seite der schwedischen Band. Dabei bahnte sich der Erfolg des Quintetts im Wesentlichen schon zu dem Zeitpunkt an, als Nicolas Engelin (einst bei Gardenian und In Flames tätig) im vorletzten Jahr begann, seine neuen Kollegen äußerst sorgfältig auszuwählen. Seinen ersten dicken Fang landete er mit Gitarrist Marcus Sunesson (Ex-The Crown), bevor dann mit Schlagwerker Mojjo sowie dem geschassten Evergrey-Bassisten Mikael Hakansson weitere Leute hinzu stießen, die den Begriff All-Star-Band maßgeblich prägen sollten. Nun ist die erste Scheibe des skandinavischen Fünfers endlich unter Dach und Fach und stellt sich der Kritik der erwartungsvollen Fans – und kann gottlob über weite Strecken bestehen!

Engelin und seine Mannen setzen dabei vor allem in der Vergangenheit des Bandchefs an; so werden die typischen Melo-Death-Gitarren Gardenians leicht gedämpft im größten Teil der 12 Songs übernommen und erweisen sich im Gesamtverlauf schließlich sogar als federführend. Gerade die melodischen Parts in Nummern wie „Next Closed Door“ und „Scyth“ erwecken Erinnerungen an des selbsternannten Riff-Lords alte Band, wobei auch Sunessons Einflüsse eine markante Rolle im Gesamtkontext des Bandsounds spielen. Unterdessen schreitet das Material mit einigen modernen Ingredienzen voran, beginnend mit einigen New-School-Grooves der aktuellen In Flames-Schule über zeitgemäßes Thrash-Riffing bis hin zum allgemeinen, teils stark verzerrten Gitarrensound. Darüber hinaus ist „Absolute Design“ auch strukturell betrachtet sehr stark an das momentane Geschehen im Metal-Bereich angelehnt, wobei sich Schlagworte wie ‚heavy’, ‚simpel’ und ‚effektiv’ in ihrer Kombination wohl recht klar bei der Beschreibung der einzelnen Songs zusammenfügen lassen. Dass zwischenzeitlich einige echte Ohrwürmer das Klangbild zieren, soll in diesem Sinne auch nicht verschwiegen werden, nachzuhören im feinen „Seven Ends“ und im richtig fetten „Trial & Error“, dem wohl besten Track des Engel-Debüts, den man gleichzeitig als Qualitätsstandard für das gesamte Album nennen muss.

Lediglich der Verzicht auf echte Neuerungen ist der Band letztendlich ein wenig anzukreiden; bisweilen klingen die Songs vorhersehbar und kalkuliert, was die Schweden jedoch mit einer ausgewogenen Mischung aus Heavyness, Dynamik und ausgesprochen starker Melodik wieder auszumerzen weiß. Letztendlich hält das heiß ersehnte Erstlingswerk daher auch, was die Vorschusslorbeeren versprochen hatten. Engel setzen sich auf Anhieb in der Spitzenkategorie des modernen skandinavischen Metals fest und liefern mit „Absolute Design“ den Startschuss für eine viel versprechende Karriere.

comments powered by Disqus

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging