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Endlevel: Weekend War

Das "Panzerheer" wird sich freuen
Wertung: 8/10
Genre: Death Metal, Thrash Metal
Spielzeit: 34:42
Release: 24.02.2023
Label: Violent Creek Records

Endlevel haben das Kunststück geschafft, sich mit nur einer Veröffentlichung zum gern gesehenen Bühnengast weit über den süddeutschen Raum hinaus zu mausern, das Debüt „Time To Kill“ strotzte aber auch nur so vor Groove und Energie, dabei hatte die junge Band wahrscheinlich selbst gar nicht mit so viel Lorbeeren gerechnet. Erst kürzlich fand die Release Party zur neuen Scheibe „Weekend War“ statt, zu der sogar die Nordlichter Rise Of Kronos aus dem schönen Hamburg anreisten.

Der Unterstützung ihrer Kollegen kann die grundsympathische Truppe sich also schon mal sicher sein. Auf der aktuellen Scheibe „Weekend War“ geht es wieder verdächtig oft um Bier, aber auch das geliebte Panzerheer, quasi die Fanbase der Truppe, wird wieder besungen, Titel wie „Unleash War“ brennen sich natürlich in Zeiten der Kriegszustände in der Ukraine noch mal deutlicher in die Synapsen ein. Dass die Jungs sich vor allem für Death und Thrash der alten Schule interessieren, sollte ja mittlerweile auch bekannt sein und zeigt sich spätestens beim super thrashlastigen „Hangover From Hell“ mit seinen hirnschreddernden Gitarren (die ich mir übrigens keineswegs verkatert anhören wollen würde) und der hübschen Mischung aus tiefen Growls und fiesem Gekeife.

Mitreißend sind Endlevel in jedem Fall, man kann sich kaum vorstellen, dass ein Song wie das flotte „Nuclear Inferno“ live nicht für kreisende Matten sorgen wird, wenn man schon in den heimischen vier Wänden beim Frühstück kaum die Füße stillhalten kann. Auch das als erstes neu vorgestellte „Unleash War“ knallt ordentlich durch die Lautsprecher und zeigt vor allem auch Sänger Robin in Bestform. Der Aufforderung „Drink Beer“ kann man sich dann kaum entziehen, zumal sie in so herrlich klassischem Thrash-Gewand präsentiert wird – überhaupt stehen Endlevel die flotten Tracks deutlich besser zu Gesicht, bei denen die Jungs sich ordentlich austoben können.

Gerade, wenn man dann denkt, dass der ein oder andere Gitarrenriff ein bisschen sehr ähnlich anmutet, hauen die Balinger mit „Slaves To Instinct“ einen richtig starken Track mit strammem Drumintro raus. Hier regiert der Groove, man bewegt sich auf den Spuren des Old School-Todesmetalls, bringt sogar einen Hauch Melodie mit ein und macht den Song so zum düstersten Stück auf „Weekend War“ - und zu einem der sexiesten Tracks der Scheibe.

Über den Text von „Panzerheer 666“ kann man dann schmunzeln, der Track dürfte aber mit seinem trockenen Groove ein weiterer Livegarant sein, an dem sich das besungene „Panzerheer“ erfreuen wird. Man mag sich streiten, ob der Gerstensaft dann in „Beer“ eine erneute Erwähnung finden muss, wo ihm doch schon weiter vorne ausreichend gehuldigt wurde, tatsächlich beinhaltet das nicht mal 20 Sekunden lange Outro dann aber nur Flaschenklirren und Gelächter. Besser könnte man die Mission von Endlevel eigentlich auch gar nicht zusammenfassen: Moshen und Spaß haben, trotz oder gerade wegen der Missstände, die weltweit herrschen und immer schlimmer zu werden scheinen. Denn immer nur die Katastrophen sehen, macht eben auch nicht glücklich und hat mittlerweile sogar einen Namen bekommen: „doom scrolling“. Das kann einem mit der neuen Endlevel-Scheibe jedenfalls nicht so schnell passieren.

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