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End Of Green: The Sick's Sence

“Musik, die nicht berührt, ist Zeitverschwendung.”
Wertung: 8.5/10
Genre: Dark/ Gothic Rock
Spielzeit: 57:30
Release: 15.08.2008
Label: Silverdust Records

“Musik, die nicht berührt, ist Zeitverschwendung.” gilt wohl als das Motto der süddeutschen Gothic Rocker von End Of Green. Nun erscheint ihr bisweilen schon sechster Longplayer namens „The Sick’s Sense“.

Drei Jahre nach ihrem letzten Album „Dead End Dreaming“ machen sie da weiter, wo sie aufgehört haben, nur mit kräftiger Steigerung. Treibende Gitarrenriffs und Drumparts, wie schon beim flotten Opener „Dead City Lights“, dominieren das Klangbild. Wobei diese nicht immer gemeinsam aus den Boxen krachen. „Anthem For A New Wave“ ist da ein schönes Beispiel, denn hier dominiert klar die Rhythmusfraktion und die Gitarrenparts sind nur kurz eingestreut, was einen guten Kontrast zum harten, teils aggressiven Sound bildet.

Auch der Gesang von Mr. Darkness hat sich stark gesteigert, ist er doch um einiges variabler geworden. Er bekommt die sehr tiefen Vocals genauso gut hin wie die Shoutings. Gut zu hören ist diese Zweiseitigkeit beim Opener „Dead City Lights“. Gleichzeitig findet man auf dem Longplayer allerdings auch Passagen, wo man den Gesang ohne instrumentale Begleitung zu Ohren bekommt, wie bei „Hurter“ oder „My Crying Veins“.

Textlich gesehen geht es in dem Album sehr direkt zu. Die Lyrics handeln vom Leben, Leid und Schmerz im Alltag. Diese melancholisch, traurige Note findet man auch in der Stimmung der Songs wieder, selbst in den flotteren, ohne dabei künstlich zu wirken, dabei stets mit einer Prise Hoffnung.

Tempomäßig übertreibt man es auf dem neuen Studiowerk ebenfalls nicht. „Dead City Lights“ und „Killhoney“ markieren da schon die Obergrenze und es geht über Midtempotracks wie „Die Lover Die“ und „The Sickness Crown“ zu den sehr ruhigen Stücken „Sunday Mourning“ und „Bury Me Down (The End)“.

Letzterer hat sich dabei jedoch eine Sonderstellung eingespielt. Der Song beginnt sehr ruhig und langsam, sodass man meinen mag, noch eine Ballade als Schlusslied vorgesetzt zu bekommen, bis es zu einem wahren Ausbruch kommt, wo eine klasse Atmosphäre erzeugt wird. Zum Ende hin klingt die Band aus, während aus dem Hintergrund eine Akustikgitarre hervorrückt und die Melodieführung übernimmt. Um das Ganze noch etwas düsterer zu gestalten, wurden einige Donnerschläge mit hineingemischt. Ein Titel mit Gänsehautfeeling.

Fazit: End Of Green haben gezeigt, dass sie in keiner Beziehung in Richtung Pop tendieren, wie viele befürchtet haben. Nein, sie haben ihr bisher bestes Album produziert. Der Sound ist professioneller, wuchtiger und kraftvoller geworden, ohne dabei eins der Instrumente verschwommen klingen zu lassen. Zudem schaffen sie es, trotz all der Melancholie nicht aufgesetzt oder kitschig, sondern authentisch zu wirken und schaffen es, spielend Düsternis in ein rockiges Gewand zu packen.

Was man vielleicht bemängeln kann, ist, dass es weniger Explosionen wie im Schlusstrack gibt, die manchen Song noch einen kleinen Schubs verpasst hätten, da manche von ihnen stückweise kurz etwas dahinplätschern. Allerdings bieten die Fünf starken Gothic/ Dark Rock mit eingängigen Refrains, viel Stimmung, etwas Groove und Metal in guter Mischung. Man darf gespannt sein, was die Zukunft bringen mag.

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