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End Of Green: The Painstream

Ein Leidensstrom, der Freude macht
Wertung: 8,5/10
Genre: Darkrock
Spielzeit: 48:53
Release: 16.08.2013
Label: Napalm Records

End Of Green gehören mit Sicherheit nicht zu den Bands, die man als omnipräsent einstufen würde. Weder sind die Dark-Rocker auf Dauertour, noch werfen sie im gefühlten Stundentakt neue Alben auf den Markt. So mag es auch nicht wirklich verwundern, dass sie trotz all der positiven Kritik, die ihnen widerfährt, immer noch ein gewisses Schattendasein innerhalb der Szene einnehmen.

Nach fast genau drei Jahren Abstinenz legen die Stuttgarter mit "The Painstream" ihr neuestes Werk vor. Bewegte sich der Vorgänger "High Hopes In Low Places" in recht gemäßigten Gefilden, wird schon beim Eröffnungsstück "Hangman's Joke" deutlich, dass End Of Green diesmal wieder eine Schippe drauf legen. Rifflastig, brachial, etwas düster schleppend beginnt der Song, um in den Strophen deutlich treibender zu agieren. Das Intro wird im Refrain wieder aufgegriffen und die damit einhergehenden Tempoverschiebungen machen den Opener zu einem ersten Highlight, mit dem die Schwaben schon schon zu Anfang ihre eigene Messlatte recht hoch legen.

End Of Green gelingt es in bester Manier, eine gekonnte Symbiose aus harten Gitarrenriffs und hingegen fast schon poppig wirkenden Linien herzustellen, die zu keiner Zeit flach oder gar langweilig wirken. Dabei bestechen immer wieder die ausgeprägte Gitarrenarbeit und die markante Stimme von Michelle Darkness, der seiner stimmlichen Variabilität bei fast jedem Titel freien Lauf lässt.

So geht „Standalone“ mit seiner einprägsamen Melodik ins Gehör, wird aber zusätzlich mit Riffsalven versehen, die den Titel wieder aus dem gängigen, fast schon massenkompatiblen Bereich reißen, wohingegen „Final Resistance“ deutlich schleppender daher kommt und trotzdem in Körper und Seele kriecht. Hat dieser Song gerade noch mit seiner melancholischen Art in den Bann gezogen, wird der Hörer nun mit „De(ad)generation" überrascht. Der Song haut rein und entpuppt sich als absoluter Ohrwurm, der vor allem im Refrain einen sonst eher ungewohnten Mitsingcharakter an den Tag legt. Ob eben dieser krachende Titel oder das balladeske „Don’t Stop Killing Me“, den Düsterrockern scheint auf diesem Album einfach alles zu gelingen.

Vielseitig und abwechslungsreich reiht sich ein Titel an den anderen, Ausfällen oder gar Langeweile wird damit keine Chance gegeben. Geprägt durch die markante, sonore Stimme des Frontmanns, entsteht ein stimmiges, gefühlvolles Werk, welches mit handwerklichem Können überzeugen kann. End Of Green verbiegen sich nicht, folgen keinen Trends, bieten zwar sicher auch keine neuen Innovationen und doch überzeugen sie mit der dargebrachten Musik. Thematisch bleiben sich die Stuttgarter auch weiterhin treu, treiben inmitten von Schmerz, Leid und Melancholie und lassen doch immer dem kleinen Funken Hoffnung Platz.
„The Painstream“ wirkt sehr ausgereift und man ist nicht abgeneigt, es auch das als das bisher beste Album von End Of Green einzustufen.

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