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Empiresfall: Place Of Pain

Nicht mehr als Durchschnitt
Wertung: 5/10
Genre: Thrash Metal
Spielzeit: 13:04
Release: 01.05.2009
Label: Eigenproduktion

Ein Weilchen ist es schon her, dass die Hamburger Empiresfall ihr Demo mit dem verheißungsvollen Titel „Place For Pain“ auf den Markt geworfen haben – vor einem Jahr nämlich, kurz vor dem Ausstieg von Drummer „Das Tia“, das aber inzwischen zu den Fellen zurückgekehrt ist. Das Quartett zockt auf der 4-Track-Scheibe Old School Thrash Metal mit massig Kellerflair herunter, als wäre ihnen der Rest der Welt völlig egal. Dabei scheppern die Drums, die Gitarren schreddern einen Hauch zu leise und überhaupt hat die ganze Produktion irgendwie einen leichten Durchhänger, aber das ist ja auch in etwa das, auf das man sich bei einer in Eigenregie entstandenen Platte einstellen kann. Zumindest keift Sänger und Lead Gitarrist Franky nicht sinnlos im Hintergrund herum, was bei so einer Platte keineswegs verwunderlich gewesen wäre. Stattdessen ist der Gesang in etwa gleichberechtigt mit den Instrumenten, was zwar nicht unbedingt optimal, aber noch okay ist.

Mutig war es von der Band, das Demo noch vor dem allerersten Auftritt überhaupt herauszuhauen, aber es scheint funktioniert zu haben – zumindest ist es seitdem nicht bei dem einem Gig geblieben. Dabei haben Empiresfall gar keinen so großen Wiedererkennungswert und auch das Gehörte ist insgesamt eher durchschnittlich; zwar kann man durchaus erahnen, dass die Band Spaß am Spiel hat, aber das leicht monotone Thrash-Geschredder geht einem mit der Zeit doch irgendwie auf den Keks. Dazu kommt, dass Franky sich gesanglich nicht unbedingt variabel präsentiert, eher im Gegenteil: Der Sänger hängt auf einer Grunz-Tonlage fest, als müsse er sich an den Rand der Welt klammern – in Kombination mit dem dumpfen Sound ergibt das eine etwas zähe Masse, die eher Richtung Trommelfell wabert als dort wie eine Bombe einzuschlagen.

Man schreibt ja immer gerne „Song XY gibt die Richtung des Albums vor“, aber in diesem Fall stimmt das auch tatsächlich – hat man nämlich den Opener und gleichzeitig Titeltrack „Place Of Pain“ einmal komplett durchgehört, warten auf dem Rest der Scheibe auch keine großen Überraschungen mehr. Etwas heisere Growls geben sich die Klinke in die Hand mit technisch guten, aber wenig innovativen Gitarren- und Bassspuren, sowie einem Schlagzeug, das wie so oft bei Demos einen ziemlich stark scheppernden Unterton hat.

„King Of Destruction“ legt zwar tempomäßig einen Zahn zu und verfügt über einiges an Dynamik, kann aber irgendwie auch nichts richtig Großes reißen. „Irgendwie“ passt hier übrigens insgesamt ganz gut, denn irgendwie sind die Hamburger zwar ganz okay, aber es kommt nichts Richtiges rüber. Irgendwie. Trotzdem kann man den Song durchaus als Anspieltipp sehen, was nicht zuletzt an dem Gitarrensolo liegt, das noch einiges rausreißt.

Übrigens hätte der Vierer es beinah geschafft, in jedem Liedtitel ein „of“ unterzubringen, wenn – ja, wenn es da nicht „Into The Core“ gäbe. Schade, wäre sicherlich ein schöner roter Faden geworden, dieses „of“. Das Stück kommt zwar deutlich vertrackter daher, was den instrumentalen Aspekt angeht, aber rein stimmlich und musikalisch läuft es so ziemlich in die gleiche Richtung wie der Rest des Demos. Damit ist auch ein Fazit relativ schnell gezogen: Empiresfall bieten zwar solide Thrash-Kost der etwas älteren Schule, aber kleinere Experimente sind hier – abgesehen von dem einen oder anderen Gitarrensolo – fehl am Platz. Zurzeit arbeitet die Combo an ihrem Debütalbum; mal sehen, ob sie auf der vollen Distanz zu überzeugen wissen.

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