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Emily And The Orgasm Addicts: Emily And The Orgasm Addicts

gewöhnungsbedürftiges Debüt einer jungen dänischen Band
Wertung: 5.5/10
Genre: Punk, Pop-Rock
Spielzeit: 30:49
Release: 23.01.2009
Label: Strange Ears Recordings

Emily And The Orgasm Addicts ist eine noch recht junge dänische Band, die im Spätsommer 2007 innerhalb von 10 Tagen ihr selbstbetiteltes Debütalbum aufgenommen hat. Heraus kam dieses Werk, welches britisch angehauchten Punk mit Pop-Rock verbindet, dabei jedoch durchgängig an rebellische Teenager erinnert.

Sängerin Emily hat eine helle, jedoch kindlich, künstliche Stimme, was man schon beim ebenfalls selbstbetitelten Opener bemerkt, der, durch die eingeworfenen Rufe und dem klaren Beginn „Jetzt geht’s los!“ schon zeigt, dass diese Musik in keine Kategorie passt. Es wirkt oftmals abgehackt, was zum einen daher rührt, dass der Rhythmus und der Bass stark im Vordergrund stehen.

„A Cheaper Kind Of Love“ und „We Don’t Believe The Hype“ gehen klar in die punkige Ecke. Die Gitarre wird undeutlich und zu Ende des erstgenannten Tracks auch schief. „We Don’t Believe…“ ist zwar flotter, aber auch ein sehr kurzer Titel. Die Spielzeit der einzelnen Songs ist im Allgemeinen nicht sehr lang, wird jedoch neben eben genannten Stück nur noch durch „The Good Ole Rubberboys“ unterboten.

Man scheint sich auch nicht immer nur der gewöhnlichen Instrumente zu betätigen. Erhält man bei „Hot For Slut“ doch den Eindruck, es wird zeitweilig auf Kochtöpfe geschlagen. Auch sonst sind Einspielungen an der Tagesordnung. Sei es durch den armeeartigen Gesang von marschierenden Männern, wie bei „The Good Ole Rubberboys“ oder durch eine versuchte Live-Atmosphäre, wie bei „Hangover Country“.

Im Allgemeinen dominiert der Rhythmus stark. Am Besten merkt man das beim marschartigen „Rubbizness“. Nur selten schlägt man mal melodische Klänge im weitesten Sinne an, wie bei „Untitled Lovesong“ oder „Hot For Slut“.

Fazit: „Emily And The Orgasm Addicts“ ist ein gewöhnungsbedürftiges Debüt, das erst einige Durchläufe braucht, um warm zu werden. Der Klang ist interessant, geht schon fast ins Komische, wozu vor allem Bass und Gesang beitragen. Jedoch sind die Stücke alle sehr kurz, nur einmal werden die drei Minuten geknackt. Zudem kann es sein, dass einem der Sound mit der Zeit etwas auf die Nerven geht, weil er zum einen doch recht monoton ist und die Produktion ruhig häufig etwas länger hätte sein dürfen. Ein interessantes Debüt, jedoch sollte man vielleicht erst mal reinhören und sich dann entscheiden, ob es den eigenen Geschmack trifft.

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