Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Emerald Sun: Metal Dome

Nicht zwingend genug
Wertung: 6,5/10
Genre: Power Metal
Spielzeit: 60:37
Release: 22.05.2015
Label: Fastball Music

Besonders aktiv waren die Griechen von Emerald Sun nun nicht gerade, wenn man einmal durch die Timeline auf ihrer Facebook-Seite scrollt. Überrascht wird man dagegen eher durch derlei Nachrichten, dass sie schon Ende 2013 beispielsweise „Call of Nature“ fertig gemixt hatten; bleibt also die Frage, weshalb sie weitere 16 Monate benötigten, um ihren vierten Full-Length-Batzen herauszuhauen. Ja genau, „Metal Dome“ ist mittlerweile schon das vierte Studioalbum, zuvor hatten sie mit „The Story Begins“ (2005), „Escape From Twilight“ (2007) und „Regeneration“ erste weltweite Aufmerksamkeit erhaschen können.

Power Metal in all seinen Facetten erwartet uns auf der etwas mehr als 60 Minuten langen Platte, wobei Emerald Sun insofern geschickt das lahme Ufer der Langeweile zu umschiffen versuchen, indem sie durchaus mit reichlich Spielfreude zwölf recht unterschiedliche Songs komponierten, aber nicht wirklich alle Ideen sind dabei mit einem goldigen Glanzpuder überschüttet. Denn auch wenn allerorten die pure Spielfreude aus den Nummern heraustropft, so reicht es leider nicht, sich mehr als deutlich vom ganzen Einheitsbrei abzusetzen.

In der ersten Hälfte halten sich Emerald Sun dabei an den Schnell-Langsam-Kodex. So wird im Opener „Screamers In The Storm“ schon recht ordentlich die Doublebass getreten, das Intro verstärkt ein monumental episches Feeling, der mehrstimmig angelegte Refrain ist recht gefällig und auch die Keyboards bleiben dezent und setzen hin und wieder ein paar Akzente – nicht schlecht also, leider aber auch schon eines der ganz wenigen wirklichen Highlights auf „Metal Dome“. „Black Pearl“ und auch „Racing With Destiny“ gehören ebenfalls zu den speedigen Nummern, beide haben erneut einen griffigen Refrain im Gepäck, doch unterschwellig drängt sich immer der Eindruck auf, dass die Griechen hier nicht zwingend genug vorgehen, da reicht auch nicht wie  bei „Black Pearl“ die hymnische Keyboardunterfütterung gepaart mit der Doublebass-Untermalung.

Im Gegensatz dazu fuhrwerken Emerald Sun mit dem Titeltrack „Metal Dome“ den Moneywaren in die Parade und stampfen munter vor sich hin, schaffen es aber nicht, den Pfad der Vorhersehbarkeit mit einigen Überraschungen zu garnieren. Ganz schlimm wird es dann bei der Herz-Schmerz- und Sehnsuchtsballade „Mere Reflection“, verpackt in ein bisschen Bombast und austauschbar wie sonst was, stilecht mit Klaviergeklimper eingerahmt. Und kaum denkt man, aber holla, „Dust And Bones“ sind doch vom Ansatz her gar nicht verkehrt, latschen sie doch wieder verstärkt aufs Gaspedal, da wird der ganze positive Eindruck durch die unsäglich häufigen Wiederholungen des Refrains eingesackt – es geht einfach viel zu viel Esprit verloren, als wäre hier schnellschussmäßig mal eben noch eine letzte Idee aus der Mottenkiste gekramt worden.

Komplett anders gestrickt stellt sich dann der Rausschmeißer „Call Of Nature“ dar. Klar, die Abneigung gegen unmetallische Flöten muss man schon vom engstirnigen Tellerrand entfernen, doch das mit Gastsängerin Liv Kristine (Leaves' Eyes, Theatre Of Tragedy) aufgepeppte Stück mutiert zu einem folkloristisch balladeskem Glanzlicht, welches auch von der Band als absolutes Highlight bezeichnet leider erst am Ende des Silberlings sein Dasein fristet – insofern wichtig, weil man sich zuerst durch gut 56 Minuten okaye, aber eben auch austauschbare Mucke gezwängt hat.

Rhapsody-, Helloween- oder auch Gamma Ray-Fans sind im „Metal Dome“ ganz gut aufgehoben, doch leider schaffen es Emerald Sun nur arg bedingt, eigene Akzente ihrem Sound unterzumischen. Und so bleibt beim vierten Full-Length-Output immer wieder ein recht ambivalentes Gefühl stehen: Spielfreude ja, Sound völlig in Ordnung, doch unterm Strich alles ein wenig halbgar und nicht wirklich zwingend genug.

comments powered by Disqus

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“

Perfekter Tour-Abschluss, der mehr Zuschauer verdient hätte

Kurzweiliger Abend mit kleinem Vorgeschmack auf das kommende Album

Wenn es im August schneit und trotzdem alle schweißgebadet nach Hause gehen

Fantastisches Open-Air, bei dem alle um die Wette strahlen

Familiäre und friedliche Metalparty am Kanal, Take 17

Fantastischer Abend, der viel zu schnell zu Ende ging