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Embedded: Bloodgeoning

Eine Death-Metal-Walze wie aus dem Lehrbuch
Wertung: 7/10
Genre: Death Metal
Spielzeit: 37:49
Release: 29.01.2016
Label: Apostasy Records

Es ist fast sieben Jahre her, dass die Osnabrücker Knüppelholzer Embedded ihr letztes Album „Beyond The Flesh“ hervorgebracht haben. Nun steht bald der Nachfolger in den Regalen. Warum es so lange gedauert hat, bis die neue Scheibe das Licht der Welt erblickt, ist zwar interessant, aber nicht wichtig. Viel wichtiger ist die Frage, ob das Album so ordentlich kracht, wie man es von einer Band wie Embedded erwarten kann. Also, die Anlage auf Vollgas und ab mit dem Silberling in den Rotationsschacht.  

„Quadruple Corpse Horror“ gibt auch gleich ganz schön Stoff. Hier wird bereits die komplette Palette der extremen Spiel- und Singarten aufgefahren. Extrem schnelle Gitarren mit jeder Menge Pinch Harmonics, Blastbeats ohne Ende, ein irrwitziger Basslauf jagt den nächsten und ein Sänger, der sich zwischen finsteren Growls und perversen Pig Squeals austobt. Kann das Herz eines eingefleischten Death Metallers denn mehr verlangen?

Embedded lieben die Geschwindigkeit, aber sie können auch ein kleines bisschen ruhiger, dennoch keineswegs weniger brutal. Die Musiker liefern auf ihrer aktuellen Scheibe fast vierzig Minuten Apokalypse. Wie ein Sperrfeuer brechen Kracher namens „Murder-Suicide“ oder auch „Grinding The Bones“ über einen herein und man vermag sich der bizarren Faszination nicht zu erwehren. Eines ist klar: Entweder man ist wirklich eingefleischter Todesblei-Liebhaber und wird das Album lieben, oder man hasst es. Viel Platz für Zwischenmeinungen gibt es hier nicht. Sollte man zu erster Fraktion gehören, dann ist „Bloodgeoning“ durchaus zu empfehlen. Hier folgen alle Songs einem strikten Gebot der Linientreue. Alle Titel sind zu 100 Prozent auf Härte getrimmt, unabhängig von der Geschwindigkeit. Kompromisslosigkeit ist ein Wort, das einem hier öfter mal durch den Kopf schießt.

Auch die wirklich harten Jungs und Mädels werden aber früher oder später nicht ganz um die Erkenntnis herumkommen, dass dauerndes Trommelfeuer mit der Zeit durchaus monoton werden kann. Für ein paar Tage oder sogar Wochen kann man sich mit dieser Vollbedienung schon ganz gut die Zeit vertreiben, dann klingt die Begeisterung zwangsläufig ab. Das liegt in der Natur der Sache, aber (auch wenn dieses Argument von den Hardcorefans mit Sicherheit auf das vehementeste bestritten werden wird): Vielleicht hätte man ein bisschen mehr experimentieren können, um das musikalische Spektrum zu erweitern. Dass die Jungs den Brutal Death Metal im Schlaf beherrschen, haben sie völlig ausreichend bewiesen. Jetzt ist es an der Zeit, zu zeigen, dass da noch mehr geht.

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