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Elysia: Lion Of Judas

Zwar ganz nett, aber um die Masse zu begeistern braucht es mehr
Wertung: 6/10
Genre: Metalcore
Spielzeit: 28:4
Release: 13.06.2008
Label: Ferret Music

Achtung aufgepasst, denn Elysia spielen astreinen Metalcore und damit meine ich nicht die aufgeweichte Version von Kapellen wie Caliban, Heaven Shall Burn, Fear My Thoughts oder Neaera, die sich von ihren Wurzeln mal mehr mal weniger abgewandt haben und nur noch Melodic Death Metal spielen (was allerdings auch sehr zu gefallen weiß) - sondern die richtige Variante, in der noch schön Metal mit Hardcore kombiniert wird.

Das heißt im Klartext, dass es zwar hin und wieder auch einige harmonische oder gar zweistimmige Elemente in den Songs von Elysia zu finden gibt, aber zum Großteil ist Knüppel aus dem Sack und Mitten auffe Fresse angesagt. Sogar vor Blastbeats scheint man sich nicht zu sträuben, was man bei ?Crown Of Judas? unter Beweis stellt. Zu den ansonsten recht üblichen Hardcore Riffs gesellen sich allerdings auch einige Mathcore Einflüsse hinzu, wobei auch hin und wieder mal Einflüsse von Meshuggah (nur ganz dezent) und Neurosis (schon ein bisschen mehr) durchschimmern.

Doch leider gibt es auch Schwachpunkte auf ? Lion of Judas?. Das größte Manko stellt dabei das undynamische Songwriting dar, das sich wirklich konstant auf einem gutklassigen Level befindet. Heißt im Klartext: Die Musik ist ganz in Ordnung, aber nach 30 Minuten kann ich mich auch nach dem 10ten Durchgang an kein einziges Riffs mehr erinnern. Dazu kommt noch das absolut emotionslose Drumming, das zudem auch nicht gerade zu den saubersten gehört. Ein wenig mehr Groove geschweige denn Drive wäre hier wirklich wünschenswert gewesen. Und auch der Gesang besitzt die Vielseitigkeit einer Einwegkamera; außer Screams hat der Junge wohl nicht viel drauf.

Am Anfang hatte ich geschrieben, dass Elysia noch astreinen Metalcore spielen würden, was ihnen eigentlich ein Vorteil sein sollte, den man allerdings leider nicht beim Schopfe gepackt hat, sondern die Chance damit leider verpasst, sich ein wenig von der Masse abzusondern. Denn somit bieten die Jungs leider nichts, was nicht schon längst da gewesen wäre.

Fazit: Zum nebenher hören stört ? Lion of Judas? Ganz gewiss nicht. Aber damit man das tun kann, muss man natürlich erst noch die Scheibe käuflich erwerben. Hier würde ich dann aber doch eher empfehlen, die sauer verdienten Kröten in eine andere Scheibe zu investieren, denn (tatsächlich gute) Auswahl ist nach wie vor mehr als genug vorhanden!

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