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Eluveitie: The Early Years

Gelungene Rückschau auf die Anfangstage der Schweizer
keine Wertung
Genre: Pagan Metal
Spielzeit: 75:22
Release: 17.08.2012
Label: Nuclear Blast

Seit mittlerweile zehn Jahren rangieren die Schweizer von Eluveitie bereits an der Spitze der so genannten, „New Wave Of Folk Metal“. Grund genug, das Bandjubiläum mit einem besonderen Release zu feiern. Wie der Titel „The Early Years“ bereits vermuten lässt, besteht der neue Longplayer allerdings nicht aus neuem Material. Stattdessen haben sich die Schweizer dazu entschlossen, ihre bereits seit langem restlos vergriffene, Debüt-EP „Vên“ komplett neu aufzunehmen. Zusätzlich gibt es außerdem mit „Spirit“das komplette erste Album der Mannen und Frauen um Mastermind Chrigel Glanzmann in einer neu gemasterten Fassung auf „The Early Years“ zu hören. Ähnlich wie „Vên“ist auch „Spirit“ seit langem schwer erhältlich und rangiert bei einigen Portalen im Internet zu horrenden Preisen, womit das Re-Release des Albums im Rahmen der Jubiläums-CD sinnvoll erscheint.

Musikalisch gibt es dementsprechend für eingefleischte Fans der acht Schweizer nicht viel Neues zu entdecken. Allen Fans, die erst durch Alben wie etwa „Slania“ oder „Everything Remains“ auf Eluveitie aufmerksam wurden, liefert „The Early Years“ aber einen kompakten Einblick in die Ursprünge der Band. Insbesondere „Vên“ zeigt den starken Einfluss aus dem Folk-Bereich, der gerade auf dem letzten Album „Helvetios“ doch etwas mehr ins Hintertreffen geraten ist.

Mit der bereits angesprochenen EP startet dann auch die Rückschau auf „The Early Years“. Sechs Songs umfasst dieser Abschnitt der CD und schon nach wenigen Minuten wird klar, wie sehr sich die Neuaufnahme gelohnt hat. Glasklar und druckvoll schallen die Songs aus den Boxen, ebenso wie man es von den aktuellen Aufnahmen der Schweizer gewohnt ist. „Vên“ war anno 2003 als Eigenproduktion entstanden und dementsprechend schwach war auch die Produktion (Interessierte können sich hiervon einen Eindruck auf gängigen Video-Portalen verschaffen). Im neuen Soundgewand blühen die Songs jetzt erst richtig auf und zeigen deutlich, weshalb die Band sich schnell einen Namen innerhalb der Szene machen konnte. Insbesondere die folkigen Abschnitte der CD können überzeugen und mit „Lament“ hat die EP bereits einen echten Hit parat, der anderen Bandklassikern wie „Inis Mona“ in nichts nachsteht.

Auf der zweiten CD findet sich dann die remasterte Version des Debüt-Albums „Spirit“. Hier ist es schon deutlich schwieriger, im ersten Hördurchlauf die Unterschiede zur originalen Version festzustellen. Aber auch in diese Fall hat sich der Aufwand des neuen Masterings gelohnt. Insgesamt ist der Sound klarer und druckvoller geworden, was vor allem im Bereich der mittelalterlichen Instrumente einige Details ans Tageslicht bringt. Auf der musikalischen Seite findet man hier den bekannten Sound, mit dem Eluveitie berühmt wurden. Harte Gitarren der Göteborger Schule treffen auf Folkmelodien und die großartige Auswahl an mittelalterlichen Instrumenten, welche die Schweizer auch heute noch auszeichnet. Und auch das Songwriting kann bereits problemlos mit den letzten Erfolgen der Band-Historie mithalten. Insbesondere „Tegernako“ und das mit großartigen Melodien ausgestattete „Your Gaulish War“ können auf ganzer Linie überzeugen und gehören mit Recht auch heute noch zu den herausragenden Songs im Repertoire der Folk-Metal-Vorreiter.

Ein wichtiges Detail, das es zu beachten gilt, sind die zwei Versionen, in denen „The Early Years“ erhältlich sein wird. Zum einen wird die CD in der hier besprochenen Variante als Doppel-CD über Nuclear Blast in den Handel kommen, zusätzlich gibt es aber auch eine Sonderedition, die ausschließlich über den Shop der Band oder auf Live-Konzerten zu erstehen sein wird. Diese Sonderedition umfasst ein erweitertes 32seitiges Booklet und den bisher unveröffentlichten Song „Divico“.

Alles in allem ist „The Early Years“ eine gelungene Rückschau auf die Anfangstage von Eluveitie, mit der sich insbesondere Neueinsteiger einen Überblick über die ersten Veröffentlichungen der Schweizer verschaffen können. Durch die deutlich verbesserte Soundqualität der Neuaufnahmen der „Vên“-EP, wird die CD aber auch für langjährige Fans der Band interessant.

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