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Eluveitie: Origins

Tolle Musik aus der Schweiz
Wertung: 9/10
Genre: (Neo) Folk Metal
Spielzeit: 57:28
Release: 01.08.2014
Label: Nuclear Blast

Eluveitie schlagen wieder zu. Die Schweizer holen zum sechsten Treffer aus und nach dem letzten Album „Helvetios“ darf man gespannt sein was denn da kommt. Seit „Slania“ hat sich die Truppe musikalisch immer auf bestimmte Nischen konzentriert. Es gab ein Akustikalbum und dann die beiden Alben „Everything Remains As It Never Was“ und 2012 das gelungene Album „Helvetios“. Alle drei Alben beinhalten wirklich große Songs, aber eben auch Längen und schwächere Lieder. Jetzt gibt es das neue Werk und Eluveitie beweisen mit unglaublichem Nachdruck, dass sie überhaupt nicht zum alten Eisen gehören. Um es kurz zu machen und das Fazit vorweg zu nehmen: „Origins“ ist der Kracher, der nun an „Slania“ anschließt.

Dabei darf man aber auf keinen Fall ein schlechtes Licht auf die dazwischen liegenden Scheiben fallen lassen. Die Schweizer entwickeln sich vorwärts und dabei geht eben nicht immer alles glatt. Dieses Mal haben sie jedoch ganz schön ins Schwarze getroffen. „Origins“ hat deutlich mehr Highlights zu verzeichnen als die vorangegangenen Platten. Um es genau zu nehmen, kann man die ganze Scheibe am Stück durchhören und kommt nie auf den Gedanken, dass man gerne vorwärts spulen würde. Vom Beginn bis zum Ende ergibt die Platte einen homogenen Fluss, der nicht unterbrochen werden sollte. Eluveitie haben offensichtlich viel Zeit und Kreativität investiert, um eine fortlaufende Geschichte zu erzählen.

Insgesamt befindet sich auf der Plate fast eine Stunde fesselnder Musik. Das beginnt schon stark mit „The Nameless“. Gleich zu Beginn drückt einen der Song gleich mal gewaltig ins heimische Kanapee. „Celtos“ ist die erste Nummer, die mit einer riesigen Melodienwand anrückt. Vor allem dem Refrain kann man sich definitiv nicht erwehren. Spätestens beim zweiten Mal anhören hat sich die Tonfolge ins Hirn gebohrt und lässt einen nicht mehr los. Der Overkill in Sachen Melodie und Catchyness steht aber mit „The Call Of The Mountains“ ins Haus. Wer hier nicht sofort mitbangt und mitsingt, der hat entweder gar keinen Sinn für ergreifende Musik oder wehrt sich mit Absicht. Alternativ könnte man dann auch einfach tot sein. Wie auch immer: „The Call Of The Mountains“ ist ein ganz großer Song, der vor allem live für Wirbel sorgen wird.

In eine ganz andere Kerbe schlägt „Inception“. Der Titel donnert ordentlich los und macht vor nichts Halt. Hier kommt vor allem Fronter Chrigel richtig zur Geltung. Druckvoll schreit er die Zeilen heraus und man hört ihm die Aggression richtig schön an. Interessanterweise hört man sich dieses Mal schneller an den brutalen Werken satt. Die melodiösen Stücke sind länger für Überraschungen gut. Es mag sein, wie es ist: Eluveitie liefern mit „Origins“ ein Hammerwerk ab, das sich nicht zu verstecken braucht.  

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