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Elmsfire: Hour Of The Wolf

Mehr Düsternis, mehr Melancholie, weniger Sound
Wertung: 7/10
Genre: Heavy Metal
Spielzeit: 48:04
Release: 23.04.2016
Label: RecordJet

Manchmal muss man einfach allen Widrigkeiten an den Kragen gehen und das beste daraus machen – eine Weisheit, die so auch für Elmsfire gilt, denn beim Full-Length-Debüt hatte ja noch Van Canto-Shouter eingesungen, danach durfte man ein paar Jahre Erdmann am Mikrofon begrüßen und schlussendlich ist es nun Lukas, der für den Gesang auf dem neuen Longplayer „Hour Of The Wolf“ zuständig ist. Dieses Bäumchen-Wechselspiel dürfte dann u.a. auch einer der auslösenden Faktoren gewesen sein, weswegen die Düsseldorfer geschlagene sechs Jahre brauchten, um das zweite Album auch fertig zu stellen.

Den Kurs haben sie ein wenig geändert, die Songs sind insgesamt ein wenig schwermütiger geworden, was vielleicht auch ein bisschen an den oben skizzierten Problemen gelegen haben mag, oder aber der Rest will sich ein bisschen an die tiefere Sangesstimme von Lukas anpassen. Leicht machen es Elmsfire aber nicht, sich mit „Hour Of The Wolf“ anzufreunden, da braucht man schon ein paar Durchläufe mehr, um sich auf die Details einzulassen, die leider auch mal am Mix zu scheitern drohen.

„Rapophis“, der erste Anspieltipp, strahlt eine schön mystisch düstere Atmosphäre aus, Lukas liefert hier seine fast beste Gesangsleistung auf dem ganzen Album ab, wobei die gehobene Theatralik oder aber auch die wuchtigen Donnerschläge kurz vor dem letzten Refrain nicht von schlechten Eltern sind, aber: Die feine Leadgitarre hätte ein bisschen mehr in den Vordergrund gehört, um so ihre Magie besser entfalten zu können. In „How Mountains Are Born“ sind es dann die Keyboards, die ein wenig mehr Spannung und Lautstärke vertragen hätten, um bei dem trotz Doublebass-Gewitter schleppenden Song die Dramatik exponentiell anzuheizen. Schade, so bleibt die gute Idee ein bisschen auf der Strecke.

Schon beim ersten Track „Dead Night Misery“ wird deutlich, dass an der Soundschraube mehr drin gewesen wäre. So sind Hi-Hat und Becken wenig durchsetzungsfähig und etwas dumpf, sodass man bei der treibenden Power-Metal-Nummer den Eindruck gewinnt, dass ein bisschen die Höhen verlustigt gegangen sind. Dabei haben Elmsfire der Epik gleich mal ein schöne Note Düsternis mit leichter Melancholik verpasst, versuchen allerdings auch hier durchaus den sechs-Jahre-Spagat zum Debüt. „Dead Ringer“ bekommt einen schönen Keybord-Teppich untergejubelt und punktet neben den sachten progressiven Zügen mit dem hymnisch düsteren Refrain, Gastsänger Marrek wird man eher erst dadurch gewahr, dass er für „Five Rules“ im Booklet aufgezeigt ist. Deutlich mehr Potenzial beweisen dann die Düsseldorfer mit „Dance With The Dead“ und leiten den schwer drückenden, mit Melancholie vollgepumpten Song, wie ihn auch Layment gerne verwenden, mit einem cineastischen Intro ein - hat schon etwas pompöses.

Tolle Ideen einmal mehr, doch leider verschluckt der Sound auch einiges davon, sodass Elmsfire ein bisschen hinterherhecheln und nicht alles auffangen – Potenzial ist ja reichlich vorhanden, die neu eingebaute Düsternis, wo sie eben nicht mehr auf völlige Heiterkeit setzen, steht ihnen am Ende und nach einen gewissen Gewöhnungsphase doch ganz gut.

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