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Ellipsis: Imperial Tzadik

Leider zu abwechslungsreich in der Qualität
Wertung: 4.5/10
Genre: Progressive Doom Rock Metal
Spielzeit: 65:41
Release: 20.04.2007
Label: Thundering Records

Mit „Imperial Tzadik“ stellt Ellipsis nun schon ihre vierte CD der Öffentlichkeit vor. Da man sich diesmal fast vier Jahre Zeit genommen hat, bin ich schon mal gespannt, ob der Band nun der grosse Wurf gelungen ist.

„Perfect Rage“ beginnt schon mal progressiv mit dreckigem Einschlag. Sänger Emmanuelson füllt den Song mit seiner Stimme aus und drückt ihm seinen Stempel auf. Der progressive Anteil in Elipsis´ Musik ist wahrlich nicht gering, warum die Band sich aber selber als schizophrenic Metal Band ansieht, bleibt mir hier und auch im weiteren Verlauf verborgen. Ich würde hier eher Dark Prog Rock ansetzen, auch wenn es eigentlich sehr schwierig ist, die Band in eine Schublade zu stecken. Ich jedenfalls habe noch keine Band gehört, welche sich ähnlich anhört. Sicher gibt es immer wieder kleinere Anleihen z.B. an Nevermore, aber es sind nur Anleihen und keine Kopierversuche.

„Imperial Tzadik“ beginnt sehr doomig. Die Drums hätten für meinen Geschmack aber ruhig etwas kräftiger rüberkommen dürfen. Insgesamt vermag es der Song aber auch nicht, sich in meinem Kopf festzusetzen, obwohl er schon interessant inszeniert wurde. Dies gerät auch dadurch, weil man sich traut, viele ungewöhnliche Abschnitte einzubauen.

Bei „The Witness Tree“ gefällt mir speziell der Bass, welcher von Fla Eklektika bearbeitet wird. Emmanuelson`s Vocals sind hier sehr variabel. Trotzdem fehlt mir irgendwie der letzte Kick, der mich quasi in die Musik reinzieht, obwohl alles handwerklich gut gemacht ist. Die instrumentale Passage nach ca. vier Minuten geht aber irgendwie total an mir vorbei.

„A Box In Ocean“ schließt sich nahtlos an den Vorgänger an. Zur Abwechslung wird hier erstmal richtig schön nach vorne gerockt. Nevermore blitzen ganz leicht durch, auch wenn dies nur sehr zaghaft passiert. Der große, ruhige Part des Songs lässt mich aber fast schon schläfrig werden, bis dann endlich die Gitarren durch den Nebel brechen und mich wachrütteln.

„Tribal Misericordia“ rockt dann munter drauf los, bevor es wieder ins schon bekannte Prog Muster verfällt. Der Sound ist relativ rauh gehalten. Eigentlich alles nicht schlecht, aber auch nach einer ganzen Reihe von Durchgängen erschließt sich mir die Mucke der Franzosen nicht.

„Possessed By Dilemna“ lebt wieder einmal sehr von Emmanuelson`s Stimme. Ein guter Song, welcher aber auch deutlich einfacher strukturiert ist. Die Keyboards von Khallys setzen unauffällig Akzente, wobei es etwas schade ist, dass sich die Band immer wieder in einigen Passagen verzettelt und teilweise schon langweilig wirkt.

„Mentalogy“ ist ein zweiminütiges Irgendwas. Absoluter Totalausfall. Aber da das Instrumental für die Band ja schon sehr kurz ausgefallen ist, geht es dann auch schon mit „Temple Of Anarchist Empire“ weiter. Aber auch hier wirkt die eigentlich eher auf treibend ausgelegte Melodie ziemlich langweilig.

Das „Green Kommando“ geht da schon deutlich besser zu Werke. Trotzdem vermag es die Band nicht, mich zu überzeugen. Man X`s Drums könnten etwas mehr Drive und vor allem mehr Bassdrum vertragen. Der Mittelteil mit den progressiven Akustikgitarren und dem weiblichen Gesangsgesäusel geht dann aber auch derart daneben, dass es schon fast wie eine Strafe anmutet, die CD zu hören. Vielleicht soll das ja aber auch den „schizophrenic“ Anteil in der Musik darstellen.

„Liquid Machine X“ kann das nun erlangte Bauchgrummeln wenigstens wieder vertreiben. Eine Hochstimmung kommt aber trotzdem nicht auf. Der Abschluss des Albums wird dann mit „Kingdom Of Green And Hate“ zelebriert. Nach zu langem Intro wird die akustische Stromgitarre gezockt. Erst später bewegt man sich dann wieder im doomigen Teil. Die Gitarren von Phil Arm`s und Emmanuelson schaffen es, fast so etwas wie melancholische Stimmung zu erzeugen.

Fazit: Musikalisch zwar interessant gehalten, aber insgesamt zu viele verschiedene Qualitätslevels in den einzelnen Songs. Immer wieder rauben absolute langweilige Parts, welche dann auch deutlich zu lang geraten sind, die Stimmung, die vorher aufgebaut wurde. Der Gesang reißt zwar teilweise etwas heraus, aber das ist unterm Strich deutlich zu wenig.

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