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Elis: Catharsis

Das starke erste Album mit neuer Sängerin
Wertung: 8/10
Genre: Gothic Metal
Spielzeit: 48:56
Release: 27.11.2009
Label: Napalm Records

Wenn ein Bandmitglied eine Gruppe verlässt, ist das immer ein herber Velrust. Noch schlimmer ist es natürlich, wenn einer der Musiker stirbt - erstrecht, wenn es jemand war, der der Band seinen unnachahmlichen Stempel aufgedrückt hat. So geschehen bei Elis, deren Sängerin Sabine Dünser kurz nach der Ferstigstellung der Gesangsspuren zum 2006er Album "Griefshire" tragischerweise an den Folgen einer Gehirnblutung starb.

Die Schweizer beziehungsweise Liechtensteiner Band, die aus der Formation Erben Der Schöpfung hervorgegangen war, stellte die Platte zu Ehren ihrer verstorbenen Frontfrau fertig und suchte dann nach reiflicher Überlegung nach einer neuen Sängerin, die sie schließlich in der ehemaligen Dreams Of Sanity-Vokalistin Sandra Schleret fand.

Die neue Platte "Catharsis" ist die erste Full-Length-CD mit Sandra am Mikrophon, dementsprechend dürften die Erwartungen der Fans hoch sein. Der Titel - Heilung durch Leid - hätte nach dieser schmerzvollen und anstrengenden Zeit kaum besser gewählt werdne können. Für die absolut glasklare Produktion, die vor allem Sandras Stimme sehr zugute kommt, zeigt sich Atrocity-Mastermind Alex Krull verantwortlich.

Schon der Opener "Core Of Life" überrascht mit dem eindrucksvoll klaren Gesang der neuen Sängerin, zu dem das einsetzende Soundgewitter einen genialen Kontrast bildet. Bei "Twinkling Shadow" darf auch Bassist und Sänger Tom in den Vordergrund treten, der mit tiefen Growls überzeugt - im Vergleich dazu klingt der weibliche Part fast ein wenig dünn und kraftlos.

Richtig entfalten kann sich die Sängerin erst bei "Warrior´s Tale"; End Of Green-Sänger und Vollzeit-Wollmützenträger Michelle Darkness wagt einen kurzen Besuch und legt einen filmreifen Auftritt hin. Die beiden Stimmen harmonieren perfekt miteinander, die getragene Melodie unterstützt vor allem Sandras Stimme optimal, während Mr. Darkness sich in absoluter Bestform präsentiert.

"I Come Undone" startet zwar ungewohnt mit 80er-Jahre-Gitarren, entwickelt aber einen relativ typischen Gothic Metal-Chorus, der nicht unbedingt neu und innovativ klingt. Dafür überzeugt "Morning Star" mit unerwartet harschen Drums; Tom hat hier ein Heimspiel, bevor im Refrain erneut weiblicher Gesang zum Tragen kommt.

Absolut erstklassige Arbeit liefert Sandra auch bei der sehr stimmungsvollen Ballade "Rainbow" ab; sie klingt klar, aber nicht opernhaft und lange nicht so steril und gezwungen wie viele ihrer Kolleginnen. "The Dark Bridge" bildet einen perfekten Abschluss: ein Gothic Metal-Stück wie aus dem Lehrbuch, mit druckvollen Gitarren und einer "Die Schöne und das Biest"-Symbiose zwischen dem klaren weiblischen Gesang und den männlichen Growls, die das Genre geradezu erfunden zu haben scheint.

Fazit: Elis haben es mit "Catharsis" geschafft, ihre neue Sängerin in die Gruppe einzugliedern und Sabines Erbe weiterzuführen. Gleichzeitig untermauern sie ihren Status als eine der führenden Gothic Metal-Gruppen überhaupt. Der ein oder andere etwas zu stereotype Song ist zwar dabei, aber das kann man einer Band mit einem derart gefestigten Ruf durchaus mal nachsehen.

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