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Elffor: Son Of The Shades

Schlicht unerträgliche Musik
Wertung: 0/10
Genre: Medieval Black Ambient
Spielzeit: 59:31
Release: 04.04.2008
Label: Northern Silence Productions

Ich finde es jedes Mal aufs Neue erfrischend, wie Plattenfirmen ihre Schützlinge anpreisen, mit verwirrenden Vergleichen bestücken und sie mit vollkommen unpassenden Genrebezeichnungen in nur allzu falsche Zielgruppenfokusse befördern. Warum das Ganze so passieren muss, ist fraglich, könnte man doch ganz einfach Bands mit guter Musik unter Vertrag nehmen, sodass man den Konsumenten werbetechnisch nicht erst auf eine falsche Fährte locken muss. Elffor aus Spanien dienen hier als gutes Beispiel. Den Labelangaben zufolge ist das, was das Soloprojekt des Keyboarders Eöl von Numen und Suffering Down fabriziert, „Medieval Black Metal“. Das klingt ja so schon einmal ganz interessant und auch die Verbindung zu Numen macht einiges her. Wenn nun aber der Musiker selbst fett „Medieval Black Ambient“ als Musikbeschreibung in sein Booklet schreibt, dann sollte man sich über die Promotionstrategien von Northern Silence Productions ernsthaft Sorgen machen.

Andererseits könnte ich es den Jungs von Northern Silence aber auch nicht verübeln, wenn sie sich die CD nicht einmal komplett angehört haben, bevor der Werbezettel vervollständigt worden ist. Das dargebotene Material strotzt nur so vor Kitsch, peinlichem Pathos und Trostlosigkeit. Die gesamten 60 Minuten inklusive zweier Bonustracks dieser Demo-Wiederveröffentlichung klingen wie ein billiges Intro für eine Black Metal-Kellerband. Man mischt einen gesichtslosen und zutiefst nervigen Soundmatsch in ungeheurer Dichte mit einigen selten auftretenden Gitarrenklängen vom Numen-Kollegen Jabo und legt zu allem Überfluss noch Stimme über dieses Gebräu, welche mal klar und mal krächzend daherkommt. Das macht aber noch lange keinen Black Metal aus, wie er ja angekündigt worden ist.

Generell ist Dark Ambient ja eine schöne Musikrichtung, aber Elffor schaffen es, diese aufs härteste zu vergewaltigen. Man schnappe sich einige mittelalterlich anmutenden Melodien und durchwirbele sie so lange, dass kein Funken Ästhetik oder Spannung mehr in ihr vorhanden ist. Anschließend kann man den kümmerlichen Rest mit einer Unmenge an künstlichen Klangteppichen garnieren. Ich will mir auch gar nicht ausmalen, wie diese Scheibe vor dem Remastern geklungen haben muss. Interessant hier die Frage, wie der Herr das live umsetzen möchte.

Fazit: Elffor machen schlicht unerträgliche Musik, die wohl nur für beinharte Fans von Keyboardintros, wie sie im Black Metal vorkommen, erträglich ist. Enorm künstliche Samples treffen auf einen Urwald an Synthesizerklängen, eine Prise Gitarren und mageren Gesang. Songwritinggeschick ist nahe Null anzusiedeln und Spannungsbögen sind ein Fremdwort für den Solisten von Elffors „Son Of The Shades“. Und mit Metal hat das auch herzlich wenig zu tun. Ein Schuss in den Ofen, aber ein ganz derber!

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