Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

Elandor: Dark Asylum

Potential mit Luft nach oben
Wertung: 6/10
Genre: Alternative Gothic-Rock
Spielzeit: 56:54
Release: 04.05.2012
Label: Echozone

Nach „Kiss of Doom“ und „Symphonie of Twilight“ erscheint mit „Dark Asylum“ nun bereits das dritte Album der Alternative-Gothic-Rock-Formation um Sänger Markus Kühnel. Die ersten beiden Alben waren ein Soloprojekt von Kühnel, die neue Scheibe ist nun also das erste Werk von Elandor als Band.

Alles beginnt mit dem instrumentalen Intro, welches sehr düster und bedrückend herüberkommt und sofort klar aufzeigt, was die Hörer mit den kommenden zwölf Liedern erwartet: ehrlicher melodischer und emotionaler Gothic-Rock mit stark dominierenden Synthesizer-Klängen. Beim zweiten Lied „Orphan“ fällt sofort die stimmliche Ähnlichkeit zu ASP auf und es kommt sehr überraschend, dass ein derart junger Sänger wie er bereits eine solch kräftige Bassstimme hat. Außerdem merkt man bereits, dass man mit „Dark Asylum“ eine Platte hört, deren Schwerpunkt weniger auf der Härte als viel mehr auf dem Melodischen und Emotionalen liegt. Das Emotionale überwiegt vor allem beim folgenden „Where are you“ und bei „Goodbye“. Ersteres fängt eher schleppend an und spätestens hier überwiegen die Synthesizer-Klänge sehr stark. Diese sorgen leider dafür, dass der Sound eher veraltet wirkt, da er an die alten Heimorgeln aus den 80ern und 90ern erinnern. In der heutigen modernen Kultur wäre kein ein wenig monotoner, sondern eher abwechslungsreich eingesetzter Synthesizer wünschenswert gewesen.

Nach diesem wohl größten Fehlschlag von „Dark Asylum“ geht es mit „Madness Returns“ erstmals auf dem Album schneller zur Sache. Besonders gut gelungen ist das Gitarrensolo am Ende. Das eben bereits erwähnte „Goodbye“ ist der ruhigste Song, aber auf jeden Fall sehr gut gelungen. Kühnel singt von Liebeskummer, schreibt sogar einen Abschiedsbrief. Gerade der Text ist sehr gut, er ist tiefgründig und reif. Der Titeltrack „Dark Asylum“ könnte einer der absoluten Höhepunkte sein, jedoch stören wieder die stark dominierenden Synthesizer, die dem ganzen diesen Retrosound verleihen. Mit „Butterfly“ und „Heart of Darkness“ folgen die beiden wirklichen Anspieltipps, „Butterfly“ ist das einzige Lied auf diesem Album, bei dem der dominante Synthesizer nicht störend rüberkommt. Erinnert wird man bei diesem Song an Bands wie Blutengel, welche sich bereits in der schwarzen Elektro-Szene durchsetzen konnten. „Heart Of Darkness“ überrascht den Hörer zunächst mit seinem deutschen Text. Doch gerade dabei kommt Kühnels starke Stimme gut an, man wird vom Gesang sofort an ein Musical erinnert und kann sich den Sänger gut auf einer Musicalbühne als Bösewicht vorstellen. Auch der nächste Titel „Schönheit“ ist komplett auf Deutsch, hier ist besonders der Wechsel zwischen hohem und sehr tiefen Gesang gelungen, welcher das unglaubliche Stimmspektrum Kühnels zeigt. Man hat das Gefühl, dass Elandor von einem zweiten Sänger unterstützt werden. „The Torment“ wird sogar komplett hoch gesungen, allerdings ist der Vokalist auch im hohen Bereich noch kraftvoll genug, so dass es sich gut anhört. Zu „Violet“ gibt es sogar einen Videoclip, hier wird die „Queen of Death“ besungen. Überzeugend ist auch das Intro von „Buried Alive“, man wird mit einer interessanten Klaviermelodie begrüßt. Zum Abschluss geht es mit „Last Escape“ nochmal richtig zur Sache, es ist der schnellste Song und ein guter Abschluss.

Zusammenfassend muss man sagen, dass es Elandor definitiv nicht an Talent und Ideen fehlt. Besonders Sänger Markus Kühnel überzeugt mit einer starken Stimme und einem unglaublichen Stimmspektrum. Auf der musikalischen Ebene gibt es leider noch viel Arbeit. Auf durchsetzungsfähige Gitarren wartet man meistens vergeblich, alles wird von den dominanten Synthesizern übertönt. Lange im Ohr bleibt einem die Platte eher nicht. Potential haben Elandor, allerdings auch noch viel Luft nach oben, besonders was die Instrumentierung angeht.

comments powered by Disqus

Auch die unsägliche Informationspolitik kann einem den Spaß nicht verderben

Stimmungsvoller Abend mit zwei motivierten Bands

Spektakulärer Abend, der kaum zu übertreffen ist

Das Wochenende klingt mit Volldampf aus

 

 

„Das ist genau der Punkt, kein erhobener Zeigefinger“