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Eläkeläiset: Das Humppawerk EP

Fans von fröhlicher Partymusik können bedenkenlos zugreifen
Wertung: 8/10
Genre: Humppa
Spielzeit: 16:24
Release: 09.06.2006
Label: TUG Records

Sie sind zurück! Nicht auf Finnisch, nein, diesmal in deutscher Sprache, präsentieren die fünf Finnen ihre neue EP mit Namen „Das Humppawerk EP“. Seit ihrer letzten Full-Lenght-Veröffentlichung „Humppasirkus“ ist gerade etwas mehr als ein Jahr vergangen. Die Zeit schlug man sich mit der bislang erfolgreichsten Deutschlandtour um die Ohren. In 13 Clubs waren die Finnen zu Gast und machten so ca. 9.000 deutsche Humppa-Fans glücklich. Neben den Konzerten schrieb man auch an der nun in Form dieser CD käuflich zu erwerbenden Sammlung deutschsprachiger Songs der Band. Denn da griff man nicht – wie meistens – auf bekannte Songs andere Bands zurück (auf Hummpasirkus u.a. Children of Bodom, Nightwish und Andrew W.K.), sondern coverte lediglich einen einzigen Song in gewohnter Humppa-Manier. Bei den anderen Tracks handelt es sich um Eigenkompositionen des selbstbetitelten „FC Humppa“: Ja, sogar einen aktuellen Realitätsbezug fand man so, obwohl die Finnen doch gar kein Team zur WM schicken. Aber was soll’s – mit dieser Platte werden sowieso die Deutschen (und nicht die Finnen) angesprochen. Und die haben bisher ja genug zu feiern, womit wir wieder bei Eläkeläiset wären.

Der vielgecoverte Kraftwerk – Klassiker „Das Model“ musste nun auch als Eläkeläiset – Vorlage herhalten. In überraschend verständlichem Deutsch wird der Song mit kleineren Textanpassungen (das Model trinkt z.B. nicht im Nachtclub Sekt, sondern natürlich im Humppa-Club) dargeboten. Der obligatorische „Lalalai“-Part darf natürlich auch nicht fehlen und am Schluss ist sogar eine erstmals von mir aktiv wahrgenommene Doublebass-Attacke dieser Band angewendet worden. Song Nummer 2 trägt den klangvollen Namen „Auf Entzug-Hummpa“. Wenn jemand erfahren möchte, wie ein singender Eläkeläiset-Rammstein-Klon vermutlich klingen würde, sollte unbedingt einmal reinhören. Netter Refrain, nette Melodie – der Song geht sofort ins Ohr! Weiter geht es mit „Ona Nur“, einem weiteren typischen Eläkeläiset – Song, der jedoch nicht ganz so eingängig wie der Vorgänger ist. „Samstagtanzen“ erweist sich dagegen wieder als Ohrwurm auf Stufe des zweiten Songs. Die Texte lassen den Hörer das ein oder andere Mal schmunzeln und die fröhliche Unterlegung in Form von Highspeed-Polka lässt sowieso keine schlechte Laune zu. Der vom Label hochgelobte Song „Humppakavalier“ fällt da etwas aus der Reihe. Langsam und größtenteils nur von der Gitarre getragen, wirkt diese Nummer gegen Ende hin teils fast schon melancholisch, gleichzeitig aber auch weiterhin fröhlich (könnten Eläkeläiset jemals einen wirklich traurigen Song schreiben?). Ein gelungenes Experiment der Finnen, das zusammen mit den letzten drei Songs wieder beweist, dass es sich auch lohnt, sich auf eigene Stärken zu besinnen, statt sich ausschließlich fremder Nummern zu bedienen.

Die EP bringt es auf etwas über 16 Minuten und ist in ihrem Design übrigens weitaus schlichter ausgefallen als das mehr als einfach nur farbige Vorgängeralbum. Über die Doublebass - Attacke komme ich zwar immer noch nicht hinweg und auch mit einem Song, wie der untypische an letzter Stelle der CD, habe ich nicht gerechnet, aber gerade das macht diese EP so interessant. Ein Probehören sind die „unvergessliche[n] Schlager für die wunderbarsten Momente des Lebens“ (so heißt es auf der CD) zweifelsfrei wert, Fans von fröhlicher Partymusik können bedenkenlos zugreifen und die Tanzfläche betreten.

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