Achtung: In deinem Browser ist JavaScript entweder nicht installiert oder deaktiviert. Einige Funktionen dieser Seite stehen daher leider für dich nicht zur Verfügung.

El Gordo: The Man Behind The Machine

Schweden im Stoner Rock-Fieber
Wertung: 8/10
Genre: Fuzzy Stoner rock
Spielzeit: 57:3
Release: 21.05.2007
Label: Glen Ghost Records

Das schwedische Stoner Rock Trio mit dem spanischen Namen El Gordo stellt sich hier mit ihrem Debut vor. El Gordo (welches im Englischen soviel wie „the fat guy“ bedeutet) geben als ihre Einflüsse Kyuss, Black Sabbath, Qotsa, Hellacopters an, was aber nur eher bedingt passt.

„The End And Black“: Mit Sender suchenden Radiotönen beginnt das Album, bevor Joel Petersson`s Gitarre erklingt. Der Bass röhrt so schön dreckig, dass man sich am liebsten direkt in die nächste Matschpfütze schmeißen will. Der Gesang klingt ein wenig heiser und erschöpft und nicht so richtig powervoll. Eine absolute gelungene Mischung mit jeder Menge Drive. Die Melodien überzeugen und setzen sich schnell im Ohr fest.

„Black Diamond“ beginnt mit Filip Fransson`s Mörderbass, bevor richtig Fahrt aufgenommen wird. Ja, die Bezeichnung Stoner Rock ist eigentlich zu eng gefasst. Man bewegt sich eher im Fuzzy Stoner Rock, das aber auf absolut hohem Niveau. Der Song ist anscheinend auch für die Bandmitglieder derart intensiv, dass er gleich zu einer gelungenen Jamsession ausartet. Cool und mitreißend zugleich, das ist das Erfolgsrezept von El Gordo. Wer mehr auf technische Höhenflüge an den sechs Saiten steht, ist hier aber fehl am Platze. Introvertiert wie Mr. Blackmore, allerdings natürlich auf einem anderen spielerischen Level. Das interessante Drumsolo von Jens Björk setzt dem Ganzen dann noch die Krone auf. Sehr selbstbewusst, meine Herren.

„Grabber“ geht den eingeschlagenen Weg konsequent weiter. Hier wird Musik aus dem Gefühl her gemacht und auch ein wenig rumexperimentiert. Zwar kann mich hier hauptsächlich das Intro begeistern, aber langweilig wird der Song nie, da immer wieder eine coole dreckige Melodie auftaucht und wieder verschwindet.

„The Last Show“ drückt das Gaspedal dann wieder etwas stärker durch. Bassist und Sänger Filip Fransson schafft es durch seine gelungenen Gesangslinien, positive Akzente zu setzen. Ansonsten rockt der Song ein wenig an mir vorbei, da er fast schon zu straight ist nach dem zuvor Gebotenen.

„Bikini“ beginnt mit unheilvollem Röhren. Mr. Fransson klingt, als ob er ein verzweifeltes Selbstgespräch führt, dann kommt ein Break und es kracht recht schön. Dies wiederholt sich mehrfach und wird nur durch den Mittelteil des Songs aufgelockert.

„Echo:Silence“ ist der längste Song des Albums. Trotzdem wird er nie langweilig. Wenn man die Augen schließt, wird es bunt. Anders kann ich es nicht beschreiben, was in meinem Kopf bei diesem Song los ist. Man treibt irgendwie wie in einem Zeichentrickfilm durch die Landschaft. Dieser Song hat fast psychedelische Auswirkungen. Mit breitem Grinsen öffnet man dann zum Ende hin dann wieder die Augen, da der Song richtig Fahrt aufnimmt.

„Close To Mexican Border“ röhrt dann wieder generell etwas zügiger und groovender durch die Membranen der Lautsprecherboxen. „A Fragment From The Path” wird wieder einmal mit grollenden Bassklängen eröffnet, in die nur verhalten kleine Gitarrenparts eingestreut werden. Toller Songaufbau, der sich nach und nach entwickelt. Stoner Rock im oberen Qualitätslevel. Schade, dass genau der bisher immer wieder ein wenig geschwankt hat.

„Mean Machine“ rockt dann wieder sehr gleichförmig daher. Nicht schlecht, auch wenn ich zugeben muss, dass mir von El Gordo die etwas komplizierteren Songs besser gefallen. Demzufolge kann „Do It“ bei mir auch keine zusätzlichen Pluspunkte sammeln, lediglich die Instrumentalparts stechen hervor.

Fazit: Ein tolles Debut dieses Fuzzy Stoner Rock Trios aus Schweden. Insgesamt aber zugegebenermaßen auch ein wenig durchwachsen, wobei es trotzdem nie langweilig wird. Also insgesamt auf jeden Fall Daumen hoch für El Gordo`s Debut.

comments powered by Disqus

Werkschau einer der größten und einflussreichsten Rockbands aller Zeiten

Wie mit einer Ex-Freundin

Willkommen in der Husumer Sauna