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Ektomorf: Black Flag

„Go and fuck yourself you motherfucking loser!“
Wertung: 8.5/10
Genre: Neo Thrash
Spielzeit: 49:23
Release: 31.08.2012
Label: AFM / Soulfood

Die letzten Platten der Ungarn Ektomorf erhielten sehr gemischte Reaktionen, vor allem die zuletzt erschienene Akustikplatte hat nicht nur positive Resonanzen einfahren können. Nun legen Ektomorf schon ein neues Studioalbum nach. „Black Flag“ wurde wieder von Tue Madsen produziert, aber diesmal nicht in Dänemark beim Mastermind, sondern in Ungarn in Zolis erst neu errichtetem Studio.

Erkennen kann man das freilich nicht. Die Platte klingt wie eine Kooperation von Tue Madsen und Ektomorf klingen muss: Hart und brutal, aber auch sauber und brillant. Auffällig sind die mehrfach angewandten Soundspielereien. Haben sich die Ungarn (das darf man ja eigentlich gar nicht mehr so sagen, inzwischen ist ja ein Deutscher mit von der Partie) früher noch auf einen möglichst fetten Gitarrensound konzentriert, so gibt es nun schon eine sehr viel größere Palette an dargebotenen Klängen. Diesen Trend gibt es aber auch schon seit ein paar Alben.

Also nichts Neues im Hause Ektomorf? Doch, einiges sogar. Zoli erzählte vor einem halben Jahr in einem Interview, dass „Black Flag" wieder mehr in Richtung der Alben „Destroy“ und „Outcast“ gehen würde. Das ist zum Teil richtig. Wenn man sich bestimmte Gitarrenpassagen, Schlagzeugpatterns und Gesangselemente einzeln ansieht, dann kann man das schon so sagen. Im Gesamten betrachtet ist „Black Flag“ aber eher eine Weiterentwicklung der genannten Alben plus eine Prise „Redemption“ und auch „The Acoustic“. Ektomorf präsentieren sich abwechslungsreicher denn je. Auch auf „Black Flag“ überwiegt die Stimmung Hass alles, aber es gibt auch Platz für Verzweiflung, Depression und Furcht. Dem gegenüber stehen aber der typische, oft von Kraftausdrücken gezierte Kampfeswille und der Mut, immer weiter zu machen. Natürlich wiederholen sich dabei einige Thematiken fast zwangsläufig. Der Frontmann ist bekannt dafür, sehr persönliche Texte zu schreiben und so geschieht es in den Texten wie im richtigen Leben: Scheiße passiert einem nun nicht nur einmal, bis man den Löffel abgibt.

Die Scheibe ist allgemein sehr abwechslungsreich geraten und doch gibt es bei keiner Nummer die Frage nach dem vermeintlichen Künstler. Bei jedem Song erkennt man sofort die Strickmuster von Ektomorf. Verstärkt setzt Zoli auf cleanen Gesang und auf eher ungewöhnliche Shouts und verzweifeltes Flehen. Dem Gegenüber stehen so klassische Songs wie „Black Flag“. Der Titelsong könnte durchaus auch auf einem frühen Album der Band sein, zumindest wenn man den Sound gedanklich anpasst. Ein überlanges Werk ist die Scheibe nicht. Mit knapp über einer dreiviertel Stunde Spielzeit tendiert man eher zum oberen Ende der Albenspielzeiten. Dabei muss man aber erwähnen, dass keinerlei Lückenfüller verbaut wurden. Selbst die spärlich verwendeten Intros haben alle ihre Daseinsberechtigung.

Eines der absoluten Highlights ist die Nummer „Unscarred“. Erstens wird das Lied von einem richtig fetten Riff getragen und zweitens bohrt sich der Titel auch direkt ins Ohr. In diese Reihe passen aber noch einige andere Stücke wie zum Beispiel der Titelsong. Auch hier gibt es ein fettes Riff, die Nummer klingt aber moderner als „Unscarred“.

Auf „Black Flag“ muss man sich als Hörer einlassen. Im allerersten Moment wirkt das Album ein wenig sperrig, doch schon bald eröffnet sich dem Hörer die pure Power, die in der Musik steckt. Eine besondere Erwähnung verdient das wortwörtlich jüngste Mitglied in der Ektomorf-Familie. Drummer Jaksa macht mit seinen gerade 23 Jahren einen wirklich geilen Job hinter den Kesseln. Alle Fans von Ektomorf können hier völlig beruhigt zuschlagen. Sowohl die Freunde der moderneren Sachen als auch die Anhänger von früher dürften mit der Scheibe ihre Freude haben. Jeder, der auf brutalen Metal steht, der sollte sich die Scheibe einmal in den Player legen. Hier macht man nichts verkehrt.

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